Anerkannte Regeln der Technik

Die (allgemein) anerkannten Regeln der Technik sind technische Grundlagen-Regeln oder auch Technikklauseln für den Entwurf und die Ausführung von baulichen Anlagen oder technischen Objekten. Sie müssen nicht kodifiziert sein, sind es aber in der Regel.
Es sind Regeln, die in der Wissenschaft als theoretisch richtig erkannt sind und feststehen, in der Praxis bei dem nach neuestem Erkenntnisstand vorgebildeten Techniker durchweg bekannt sind und sich aufgrund fortdauernder praktischer Erfahrung bewährt haben. Da dies bei neu entwickelten Produkten/Verfahren nicht anwendbar ist, gehören die durch das Deutsche Institut für Bautechnik geprüften, zugelassenen und veröffentlichten Produkte/Verfahren zu den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Die allgemein anerkannten Regeln der Technik haben erhebliche Bedeutung für die Bestimmung der Soll-Eigenschaften von Sachen und als Haftungsmaßstab.
Die allgemein anerkannten Regeln der Technik sind nicht identisch mit den DIN (nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs sind DIN-Normen private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter) und anderen Normen. Vielmehr gehen sie über die allgemeinen technischen Vorschriften, wozu auch die DIN-Normen gehören, hinaus. Für gültige DIN-Normen (in Österreich analog dazu ÖNORMEN) besteht nur die Vermutung, dass sie den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Analoges gilt für VDI-Richtlinien. Diese Vermutung ist widerlegbar, denn in den Normenausschüssen werden auch Interessenstandpunkte vertreten. Außerdem entsprechen Normen nicht immer dem aktuellen technischen Kenntnisstand und beinhalten nicht immer Regeln, die sich langfristig bewähren oder bewährt haben.

In EN 45020 werden die anerkannten Regeln der Technik wie folgt definiert:
„1.5 anerkannte Regel der Technik
technische Festlegung, die von einer Mehrheit repräsentativer Fachleute als Wiedergabe des Standes der Technik angesehen wird.
ANMERKUNG Ein normatives Dokument zu einem technischen Gegenstand wird zum Zeitpunkt seiner Annahme als der Ausdruck einer anerkannten Regel der Technik anzusehen sein, wenn es in Zusammenarbeit der betroffenen Interessen durch Umfrage- und Konsensverfahren erzielt wurde. […]
3.2.1 Für die Öffentlichkeit zugängliche Normen ANMERKUNG Dank ihres Status als Normen, ihrer öffentlichen Zugänglichkeit und ihrer Änderung oder Überarbeitung, soweit dies nötig ist, um mit dem Stand der Technik Schritt zu halten, besteht die Vermutung, dass internationale, regionale, nationale oder Provinznormen (3.2.1.1, 3.2.1.2, 3.2.1.3 und 3.2.1.4) anerkannte Regeln der Technik sind.“
In der Verwaltungsvorschrift des Eisenbahn-Bundesamts VV BAU-STE Anhang 1.1 werden sie wie folgt definiert:
„Anerkannte Regeln der Technik sind alle auf Erkenntnissen und Erfahrungen beruhenden geschriebenen und ungeschriebenen Regeln der Technik, deren Befolgung beachtet werden muss, um Gefahren auszuschließen, und die in den betreffenden Fachkreisen bekannt sind und als richtig anerkannt werden.
Als anerkannte Regeln der Technik auf dem Gebiet der STE-Anlagen sind u. a. technische Normen (EN, DIN, DIN VDE) und Regelwerke der EdB zu bezeichnen.“
Die obige Definition kann dazu führen, dass aufgrund von nicht demokratisch (Bundestag, Bundesrat, Landesrecht etc.) entstandenen Regeln, die Rechte und Pflichten eines Gewaltunterworfenen geändert werden, da ein Verstoß als Gefahr betrachtet wird. Dies verstößt gegen den Vorbehalt des Gesetzes.
In der CSM-Verordnung (EG) Nr. 352/2009 der Kommission in Art. 3 Nr. 19 findet man die folgende Definition. Entgegen den sonstigen Definitionen, die unbestimmte Rechtsbegriffe sind, handelt es sich nun um eine Legaldefinition:
„„anerkannte Regeln der Technik“: die schriftlich festgelegte Regeln, die bei ordnungsgemäßer Anwendung dazu dienen können, eine oder mehrere spezifische Gefährdungen zu kontrollieren;“
Das alleinige Befolgen anerkannter Regeln der Technik bewirkt noch keine Ausführung nach dem Stand der Technik. Ein Stand der Technik wird aber durch Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis zur Regel der Technik, da nach den Regeln der Technik geprüft und dann bauaufsichtlich (und somit offiziell veröffentlicht) zugelassen wurde.
Die anerkannten Regeln der Technik unterscheiden sich vom Stand der Technik dadurch, dass letzterer eine höhere Stufe der technischen Entwicklung darstellt, sich aber in der allgemeinen Praxis noch nicht langfristig bewährt haben muss. Die mehrfache Verwendung von einer bestimmten Stufe der technischen Entwicklung wiederum bestimmt noch nicht deren allgemeine Anerkennung. Das betrifft insbesondere eine Praxis einer bestimmten Gesamtheit und insbesondere die praktische Verwendung ohne deren öffentliche Bewertung.
Für Bauleistungen wird aufgrund der Dauerhaftigkeit des Werkes sowie des Kenntnisstandes der Ausführenden in der Regel die Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik gefordert. Das Erfüllen der erwarteten Dauerhaftigkeit wiederum allein begründet weder die Konformität mit dem Stand der Technik noch mit den anerkannten Regeln der Technik. Diese Kriterien gelten also nicht reziprok und nicht kongruent.
Große Bedeutung im gesamten Strafrecht haben die anerkannten Regeln der Technik als Maßstab für die Bestimmung der Pflichtwidrigkeit eines Handelns, insbesondere bei der Prüfung der Fahrlässigkeit. Die Anerkannten Regeln der Technik werden außerdem erwähnt in § 319 Strafgesetzbuch, sog. Baugefährdung.
Im bürgerlichen Recht, insbesondere beim Werk- und beim Kaufvertrag, vereinbaren die Vertragsparteien häufig, dass die Sachleistung den anerkannten Regeln der Technik entsprechen müsse. Sofern keine ausdrückliche Vereinbarung vorliegt oder sich aus den Umständen nichts anderes ergibt, werden sie bei der Auslegung von Verträgen hinsichtlich der Soll-Eigenschaften einer Sache meist als Mindeststandard angesehen . Abweichungen sind dann ein Mangel. Beabsichtigt eine Seite Abweichungen, muss hierüber und über die Folgen in der Regel aufgeklärt werden.
Ein Beispiel für eine Vereinbarung enthält Teil B der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB), der von den Vertragsparteien in ihren Vertrag einbezogen werden kann:
Bei den Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen wird in § 4 und in § 13 VOB/B dieser Terminus ausdrücklich verwendet.
Außerdem werden die anerkannten Regeln der Technik auch im bürgerlichen Recht als Maßstab für die Bestimmung der Pflichtwidrigkeit eines Handelns, insbesondere bei der Prüfung der Fahrlässigkeit, verwendet.
Oft wird die Meinung vertreten, dass eine DIN-Norm oder Europäische Norm zivilrechtlich mit ihrer Veröffentlichung als anerkannte Regel der Technik angesehen werden kann. Im Gegensatz hierzu ist eine Norm im Verwaltungsrecht erst dann verpflichtend anzuwenden, wenn beispielsweise eine Norm aus dem Baubereich in einem Bundesland auf die Listen der Technischen Baubestimmungen aufgenommen worden ist.
In zahlreichen Normen des Verwaltungsrechts wird auf die anerkannten Regeln der Technik verwiesen. Beispiele:
Zu der Regelungen stellen sich zwei entscheidende Fragen:
Die unterschiedliche Konsequenz ist, dass bei Abweichen von den a.R.d.T ohne den Nachweis der mindestens gleichen Sicherheit
Die rechtlichen Verhältnisse in puncto Beweislast und Regelwerksverstoß haben sich mit der Bahnreform massiv geändert. Als Behörde war die Bundesbahn alleine schon dienstrechtlich verpflichtet, ihre Regelwerke einzuhalten. Ob eine Regel auch anerkannte Regel der Technik ist, war dabei unerheblich.
Zudem wurde durchweg ein (innerbehördliches) Genehmigungsverfahren angewendet. Eine Genehmigung musste nur dann erteilt werden, wenn die Vorschriften und Verfügungen eingehalten waren oder eine Sondergenehmigung (quasi Nachweis der mindestens gleichen Sicherheit) vorlag. Überall dort wo keine begünstigenden Verwaltungsakte ergehen (Genehmigungen, Zulassungen), sondern belastende, liegt die Beweislast bei Abweichung von den anerkannten Regeln der Technik, bei der Behörde. Die Behörde muss die Gefahr nachweisen, die durch den Regelwerksverstoß entsteht.
Anerkannte Regeln der Technik | Stand der Technik/Beste verfügbare Technik | Stand der Wissenschaft

Rabbi (Trentino)

Rabbi (dt. Rabben; im lokalen Dialekt: Rabj) ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 1393 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) im Trentino in der Region Trentino-Südtirol im Nordosten Italiens. Die Gemeinde liegt etwa 42,5 Kilometer nordnordwestlich von Trient am Nationalpark Stilfser Joch, gehört zur Comunità della Valle di Sole und grenzt unmittelbar an Südtirol. Der Verwaltungssitz befindet sich im Ortsteil San Bernardo. Durch das Rabbital fließt der Rabbies.
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Lolita (Sängerin)

Lolita, eigentlich Edith Einzinger, geborene Zuser (* 17. Jänner 1931 in St. Pölten; † 30. Juni 2010 in Salzburg), war eine österreichische Schlagersängerin, Schauspielerin und Fernsehmoderatorin.

Die Tochter eines Bundesbeamten besuchte eine Handelsschule und arbeitete als Sachbearbeiterin in einer Spinnerei, als Diplom-Kindergärtnerin und Zahnarztassistentin. Sie trat als Sängerin bei lokalen Veranstaltungen auf und vertrat 1956 während eines Unterhaltungsabends den erkrankten Gerhard Wendland. Nach Probeaufnahmen im ORF Landesstudio Linz widmete sie sich von nun an ganz ihrer Karriere als Sängerin.
Mit ihrem ersten Schlager Weißer Holunder war sie 1957 auch in dem gleichnamigen Film zu sehen und konnte noch im selben Jahr mit Der weiße Mond von Maratonga den zweiten Platz der deutschen Hitparade belegen. 1960 hatte sie einen großen Erfolg mit Seemann (deine Heimat ist das Meer) (geschrieben von Werner Scharfenberger und Fini Busch), womit sie in den deutschen Charts Platz zwei und in den USA unter dem Titel Sailor Platz fünf erreichte. Das war die erste hauptsächlich deutschsprachige Single, der dies gelang. Insgesamt wurden über zwei Millionen Schallplatten dieses Titels verkauft, der selbst in die japanische Hitparaden gelangte. Sie erhielt dafür eine Goldene Schallplatte. Alle ihre Platten, die meist Fernweh/Heimweh zum Inhalt hatten, nahm sie beim Plattenlabel Polydor auf. Mehrmals war sie auch in Spielfilmen zu sehen, wo sie ihre Lieder vortrug.
Im Jahre 1965 hatte Lolita noch einen großen Single-Hit mit dem Schlager Männer, Masten und Matrosen, der sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem Evergreen entwickelte.
Ab Mitte der 1960er Jahre wandte sie sich mehr der volkstümlichen Musik zu und moderierte seit 1967 beim Saarländischen Rundfunk über fünfzigmal die Fernsehsendung Im Krug zum grünen Kranze. In den 1970er Jahren moderierte sie zusammen mit Maxl Graf die Musiksendung Lustige Musikanten des ZDF. 1976 erhielt sie die Hermann-Löns-Medaille. Bis zu ihrem Tod hatte Lolita mehr als 20 Millionen Schallplatten verkauft. Sie war zweimal verheiratet, aber ließ sich beide Male scheiden. Sie hatte ein Kind, ein Enkelkind und lebte zuletzt in Großgmain im Bezirk Salzburg-Umgebung. Sie erlag im Alter von 79 Jahren einem Krebsleiden. Die Urne mit den sterblichen Überresten von Lolita wurde in Großgmain beigesetzt.

Fußball-Regionalliga 1997/98

Die Saison 1997/98 der Regionalliga war die vierte Spielzeit der Regionalliga als dritthöchste Spielklasse im deutschen Fußball. Es wurde in vier regionalen Staffeln à 18 Mannschaften gespielt.
Die Meister der Staffeln West/Südwest und Süd stiegen direkt in die 2. Bundesliga auf. Die Meister der Staffeln Nord und Nordost spielten zunächst in einer Relegation einen dritten Aufsteiger aus. Anschließend spielte die unterlegene Mannschaft eine erneute Aufstiegsrunde mit den Vizemeistern der Staffeln West/Südwest und Süd um den vierten Aufsteiger zu ermitteln.

Gespielt wurde – wie bereits in den Vorsaisons – in den Staffeln Nord, Nordost, West/Südwest und Süd. In jeder Staffel spielten 18 Mannschaften. Wie in der Vorsaison mussten die Sieger der Nord- und der Nordost-Staffel zwei Entscheidungsspiele um den Aufstieg austragen, während die Sieger der West/Südwest- und der Süd-Staffel direkt aufstiegen. Der vierte Aufstiegsplatz wurde, anders als in der Vorsaison, zwischen dem Verlierer der Nord-Nordost-Entscheidungsspiele sowie den Zweitplatzierten der Süd- und West/Südwest-Staffeln im Rahmen der Deutschen Amateurmeisterschaft ausgespielt.
Hannover 96 wurde zum zweiten Mal in Folge Staffelsieger in der Gruppe Nord und setzte sich anschließend in den Aufstiegsspielen gegen Tennis Borussia Berlin durch. Der 1. SC Norderstedt entging dem Abstieg lediglich durch den freiwilligen Rückzug des VfL 93 Hamburg.
Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte, die Gastmannschaft in der oberen Zeile aufgelistet.
TeBe Berlin setzte sich klar durch und stand ab dem siebten Spieltag an der Tabellenspitze. Nach dem knappen Scheitern gegen Hannover 96 stieg man als Deutscher Amateurmeister doch noch in die 2. Bundesliga auf. Statt der üblichen zwei Teams mussten durch den Zweitligaabstieg von FC Carl Zeiss Jena, FSV Zwickau und dem VfB Leipzig vier Mannschaften in die Oberliga absteigen.
Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte, die Gastmannschaft in der oberen Zeile aufgelistet.
In der Staffel West/Südwest gelang Rot-Weiß Oberhausen der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Liganeuling Sportfreunde Siegen belegte Rang zwei und unterlag Tennis Borussia Berlin im entscheidenden Spiel um den Aufstieg mit 0:2. Zweitligaabsteiger Rot-Weiss Essen konnte die Spielklasse nicht halten und stieg in die Oberliga ab.
Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte, die Gastmannschaft in der oberen Zeile aufgelistet.
Mit einem Punkt Vorsprung wurde der SSV Ulm Meister der Regionalliga Süd und stieg in die 2. Bundesliga auf. Vizemeister Kickers Offenbach sorgte bereits vor der Saison für Aufsehen, als im entscheidenden Spiel um den Regionalligaaufstieg bei einem 2:3-Rückstand gegen den FC Memmingen in der 89. Minute das Flutlicht ausfiel. Das Spiel musste wiederholt werden und wurde von den Kickers mit 2:0 gewonnen. Der FC Hessen Kassel musste zur Winterpause Konkurs anmelden und wurde als KSV Hessen Kassel neu gegründet.
Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte, die Gastmannschaft in der oberen Zeile aufgelistet.
In der ersten Phase der Relegation trafen die beiden Meister der Staffeln Nord und Nordost in zwei Spielen aufeinander, um den dritten Aufsteiger in die 2. Bundesliga zu ermitteln. Das Hinspiel in Berlin endete mit einem 2:0-Heimsieg von Tennis Borussia Berlin, im Rückspiel siegte Hannover mit demselben Ergebnis nach Verlängerung. Im Elfmeterschießen gewann Hannover mit 3:1 und stieg damit in die 2. Bundesliga auf.
In der zweiten Phase der Relegation spielten der unterlegene Staffelsieger der ersten Relegationsrunde sowie die beiden Vizemeister der West/Südwest- und Süd-Staffel in einer Einfachrunde den Sieger der Deutschen Amateurmeisterschaft und vierten Aufsteiger in die 2. Bundesliga aus. Mit zwei Siegen gegen die Sportfreunde Siegen und Kickers Offenbach sicherte sich der Meister der Nordost-Staffel, Tennis Borussia Berlin, den Titel des Deutschen Amateurmeisters 1998 und den Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Als zweithöchste Spielklasse: 1963/64 | 1964/65 | 1965/66 | 1966/67 | 1967/68 | 1968/69 | 1969/70 | 1970/71 | 1971/72 | 1972/73 | 1973/74
Als dritthöchste Spielklasse: 1994/95 | 1995/96 | 1996/97 | 1997/98 | 1998/99 | 1999/2000 | 2000/01 | 2001/02 | 2002/03 | 2003/04 | 2004/05 | 2005/06 | 2006/07 | 2007/08
Als vierthöchste Spielklasse: 2008/09 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 | 2012/13 | 2013/14 | 2014/15 | 2015/16
Männer
Bundesliga | 2. Bundesliga | Regionalliga | Amateurmeisterschaft Oberligen:  Baden-Württemberg | Bayern | Hessen | Nord | Nordost | Nordrhein | Südwest | Westfalen
Pokalwettbewerbe: DFB-Pokal | Verbandspokale
Junioren: Meisterschaft der A-Junioren | Meisterschaft der B-Junioren | A-Jugend-Vereinspokal
Frauen
Bundesliga | Regionalliga
Pokalwettbewerbe: DFB-Pokal | DFB-Hallenpokal

Liste der Baudenkmäler in Hohenroth

Auf dieser Seite sind die Baudenkmäler der unterfränkischen Gemeinde Hohenroth aufgelistet. Diese Liste ist eine Teilliste der Liste der Baudenkmäler in Bayern. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstmals erstellt wurde und seither durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geführt und aktualisiert wird. Die folgenden Angaben ersetzen nicht die rechtsverbindliche Auskunft der Denkmalschutzbehörde. [Anm. 1] Diese Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 19. August 2014 wieder und enthält 18 Baudenkmäler.

Aubstadt | Bad Königshofen i.Grabfeld | Bad Neustadt a.d.Saale | Bastheim | Bischofsheim a.d.Rhön | Burglauer | Fladungen | Großbardorf | Großeibstadt | Hausen | Hendungen | Herbstadt | Heustreu | Höchheim | Hohenroth | Hollstadt | Mellrichstadt | Niederlauer | Nordheim v.d.Rhön | Oberelsbach | Oberstreu | Ostheim v.d.Rhön | Rödelmaier | Saal a.d.Saale | Salz | Sandberg | Schönau a.d.Brend | Sondheim v.d.Rhön | Stockheim | Strahlungen | Sulzdorf a.d.Lederhecke | Sulzfeld | Trappstadt | Unsleben | Willmars | Wollbach | Wülfershausen a.d.Saale

Zeitmaschinen-Geschichten

Zeitmaschinen-Geschichten (it. Macchina del tempo) ist eine italienische Comicreihe mit Micky Maus, die seit 1985 in verschiedenen Disney-Publikationen erscheint. Die erste Episode mit dem Titel Topolino e il segreto della Gioconda erschien am 15. September 1985 in Topolino 1555. Sie wurde von Bruno Concina geschrieben und von Massimo De Vita gezeichnet, auf Deutsch erschien sie erstmals im Januar 1987 als Das Geheimnis der Mona Lisa in Panzerknacker & Co. 9.
Bis heute entstanden über 100 Zeitmaschinen-Geschichten, die von wechselnden italienischen Autoren und Zeichnern umgesetzt werden. Die meisten Geschichten sind zwischen 30 und 40 Seiten lang, es gibt jedoch auch einige spezielle Geschichten von über 100 Seiten Länge.
Die Professoren Zapotek und Marlin haben in einem geheimen Keller des Entenhausener Museums eine Zeitmaschine gebaut, die sie nutzen wollen, um die Geheimnisse der Geschichte aufzuklären. Die einzigen, die in die Existenz der Zeitmaschine eingeweiht sind, sind Micky Maus und sein Freund Goofy. Die beiden brechen in den Geschichten zu Zeitreisen in verschiedene Epochen auf, während die Professoren in der Gegenwart verbleiben, um die Technik zu überwachen.
Eine Eigenheit der Zeitmaschine ist, dass die Rückkehr in die Gegenwart automatisch nach 24 Stunden erfolgt. Dazu muss man sich jedoch exakt am Ausgangspunkt der Reise befinden, was für Micky und Goofy oft zu einem Wettlauf gegen die Zeit ausarten.
In einigen Geschichten erlangen weitere Charaktere wie Kater Karlo oder Mickys Neffen Mack und Muck Kenntnis über die Zeitmaschine. Für solche Fälle halten Zapotek und Marlin einen Vergessenstrank bereit, der die Erinnerungen an die Zeitmaschine löscht.
Die erste Zeitmaschinen-Geschichte erschien in Deutschland am 8. Januar 1987 in Panzerknacker & Co. 9. In der Folge wurden weitere Episoden in diversen Disney-Publikationen veröffentlicht, vorwiegend im Lustigen Taschenbuch.
Einige der neueren Geschichten wurden bisher noch nicht in Deutschland abgedruckt.

Liste der Fürstpröpste von Berchtesgaden

Insgesamt standen 44 Stifts- bzw. Fürstpröpste dem Klosterstift Berchtesgaden vor, die als Augustiner-Chorherren trotz ihrer erst nach und nach zunehmenden Machtbefugnisse und Autonomie zusammen mit drei Salzburger Erzbischöfen und drei Kurkölnischen Administratoren in historischen Standardwerken stets in eine Reihenfolge als Fürstpröpste gebracht werden. Die Zählung beginnt ab Anfang des 12. Jahrhunderts mit Eberwin als erstem Stiftspropst und endet mit Joseph Konrad von Schroffenberg-Mös als letztem Fürstpropst, der 1803 im Zuge der Säkularisation abdanken musste.
Die ersten 16 waren „einfache“ Stiftspröpste, von denen ab 1194 aber immerhin schon 11 als Landes- und Gerichtsherren nicht nur die niedere, sondern auch bereits die hohe Gerichtsbarkeit ausüben durften. Ab 1294 folgten ihnen 10 Amtsträger, die mit der Ausübung des Blutgerichtsbarkeit rechtlich bereits den Reichsfürsten gleichgestellt waren. Die nächsten 14 waren ab 1380 als Reichsprälaten auch im Reichsfürstenrat vertreten, von denen 3 jedoch im Zusammenhang der Inkorporation von 1393 bis 1404 Salzburger Erzbischöfe waren. Anschließend waren ab 1455 die nachfolgenden 6 von der „Metropolitangewalt“ Salzburgs gänzlich befreit und somit in geistlichen Dingen (Spiritualien) nur noch dem Papst direkt unterstellt. Die letzten 10 hatten von 1559 bis 1803 schließlich den Status von Fürstpröpsten, von denen jedoch wiederum 3 von 1594 bis 1723 als ranghöhere Erzbischöfe von Köln bzw. als Kurkölnische Administratoren aus dem Hause Wittelsbach dieses Amt innehatten.

Die ausklappbaren Tabellenleisten erlauben einen Überblick auf die stetig zunehmenden Machtbefugnisse der Stifts- und Fürstpröpste von Klosterstift, späterer Reichsprälatur und Fürstpropstei Berchtesgaden zwischen 1101 und 1803 sowie auf die zwei Phasen dazwischen mit Administratoren während der 11-jährigen Inkorporation durch das Fürsterzbistum Salzburg und während des freiwilligen Abtritts der Regentschaft für 129 Jahre an Kurkölnische Erzbischöfe.
Eberwin • Hugo I. • Heinrich I. • Dietrich • Friedrich I. • Wernher I.
Wernher I. • Gerhard • Hugo II. • Konrad I. Garrar • Friedrich II. Ellinger • Heinrich II. • Friedrich III. von Ortenburg • Wernher II. • Konrad II. • Heinrich III. • Konrad III. von Mödling • Johann Sax von Saxenau
Johann Sax von Saxenau • Hartung von Lampoting • Eberhard Sachs • Konrad IV. Tanner • Heinrich IV. • Reinhold Zeller • Otto Tanner • Peter I. Pfäffinger • Jakob I. von Vansdorf • Greimold Wulp • Ulrich I. Wulp

Ulrich I. Wulp (Kleines Schisma: Sieghard Waller) • Konrad Torer von Törlein
Pilgrim II. von Puchheim • Gregor Schenk von Osterwitz • Eberhard III. von Neuhaus
Peter II. Pinzenauer • Johann II. Praun • Bernhard II. Leoprechtinger
Bernhard II. Leoprechtinger • Erasmus Pretschlaiffer • Ulrich II. Pernauer • Balthasar Hirschauer • Gregor Rainer • Wolfgang I. Lenberger • Wolfgang II. Griesstätter zu Haslach

Wolfgang II. Griesstätter zu Haslach • Jakob II. Pütrich
Ferdinand von Bayern • Maximilian Heinrich von Bayern • Joseph Clemens von Bayern
Julius Heinrich von Rehlingen-Radau • Cajetan Anton Notthafft von Weißenstein • Michael Balthasar von Christalnigg • Franz Anton Josef von Hausen-Gleichenstorff • Joseph Konrad von Schroffenberg-Mös
Personen ohne weitere Bemerkungen waren allesamt von den Augustiner-Chorherren als Stiftspröpste bzw. Fürstpröpste der Fürstpropstei Berchtesgaden berufen worden.
* (Von diesen Pröpsten gibt es Grabplatten in der Berchtesgadener Stiftskirche) ** (Von Griesstätter gibt es ein Grabdenkmal in der Franziskanerkirche in Berchtesgaden.)

Herstal

Herstal ist eine belgische Gemeinde innerhalb der Provinz Lüttich und gehört mit Lüttich, Seraing, Saint-Nicolas, Ans und Flémalle zum Großraum Lüttich mit insgesamt ca. 600.000 Einwohnern.
Zum 1. Januar 2014 belief sich die Bevölkerungszahl der Gemeinde Herstal auf 39.003 Einwohner. Herstal hat eine Fläche von 23,19 km².
Die Höhe über NN beträgt 59 bis 185 Meter, die Postleitzahl ist: 4040.

Héristal, so der alte Name, war gemeinsam mit der Gemeinde Jupille eine der Hauptresidenzen der Merowinger und Karolinger. Pippin der Mittlere, Karl Martell, Pippin der Jüngere und nicht zuletzt Karl der Große haben enge Verbindungen zu Herstal. Im Jahr 1977 wurden die Ortsteile Liers, Milmort und Vottem eingemeindet.
Friedrich II. von Preußen hatte nach Regierungsantritt alte preußische Besitzrechte auf die Herrschaft angemeldet, wobei ihn Voltaire mit der Veröffentlichung einer Denkschrift unterstützte. Unter dem hierbei ausgeübten diplomatischen und militärischen Druck hat der Fürstbischof von Lüttich Georges-Louis de Berghes die Herrschaft Herstal 1740 zu einem hohen Preis vom Preußenkönig käuflich erworben.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte die Stadt wie die gesamte Region um Lüttich zu den Vorreitern der Industrialisierung in Belgien und in Kontinentaleuropa insgesamt und bildet seither auch eine Hochburg der Arbeiterbewegung.
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Max Wehrli

Max Wehrli (* 17. September 1909 in Zürich; † 18. Dezember 1998 ebenda) war ein Schweizer Literaturwissenschaftler und Germanist.

Max Wehrli studierte von 1928 bis 1935 Germanistik und Griechisch an den Universitäten Zürich und Berlin (SoSe 1931). Zu seinen Lehrern zählten in dieser Zeit Emil Ermatinger, Albert Bachmann, Ernst Howald (alle Zürich), Arthur Hübner und Nicolai Hartmann (beide Berlin). 1935 wurde er in Zürich mit der Arbeit Johann Jakob Bodmer und die Geschichte der Literatur promoviert, 1937 habilitierte er sich mit der Untersuchung Das barocke Geschichtsbild in Lohensteins Arminius. Seit der Habilitation und nach dem Krieg war er zunächst Privatdozent, 1946 Titularprofessor und ab 1947 als Nachfolger von Robert Faesi ausserordentlicher Professor für Ältere deutsche Literatur. 1953 wurde er zum ordentlichen Professor für Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis 1700 ernannt. Mit seiner Ernennung wurde der Lehrstuhl offiziell um ein Fachgebiet erweitert, welches an allen anderen Universitäten zur Neugermanistik gerechnet wird, seit den frühesten Publikationen jedoch zu Wehrlis Kerninteressen zählte: das 16. und 17. Jahrhundert. Das Sommersemester 1955 verbrachte Max Wehrli als Gastprofessor an der Columbia University in New York. 1965 bis 1967 war er Dekan seiner Fakultät und 1970 bis 1972 Rektor der Universität Zürich. 1973, ein Jahr vor seiner Emeritierung, wurde er Präsident der Schweizerischen Hochschul-Rektoren-Konferenz, der er bis 1977 vorstand.
Zu Max Wehrlis Schülerinnen und Schülern gehören u.a.: Martin Bircher, Harald Burger, Peter Maurice Daly, Eleonore Frey-Staiger, Alois Maria Haas, Urs Herzog, Paul Michel, Klara Obermüller, Peter Rusterholz, Sibylle Rusterholz und Rosmarie Zeller-Thumm.
Das große Projekt Max Wehrlis war es, einen Verständniszusammenhang für die vormoderne deutschsprachige literarische Überlieferung zu entwerfen, bevor sie sich, im 18. Jahrhundert, als autonomes, alle Gattungen und Typen umfassendes Literatursystem konstituiert. Zu seinen Lehr- und Forschungsschwerpunkten zählten in diesem Rahmen das Hochmittelalter, der Barock, Zürich als Kulturstadt vom Mittelalter bis in die Moderne, Poetologie und vor allem die Literaturgeschichte. Bekannt ist schliesslich sein Interesse für die zeitgenössische Literatur. Zudem war Max Wehrli als Herausgeber bzw. Mitherausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Reihen, Lexika, Handbücher und Festschriften tätig. Hervorzuheben ist auch seine Tätigkeit als Editor und Übersetzer literarischer Werke des Mittelalters und des Barock, von denen einige in die Reihe «Manesse Bibliothek der Weltliteratur» aufgenommen und so der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Drei Forschungsgebiete sind besonders hervorzuheben:
Max Wehrlis frühe Schrift «Allgemeine Literaturwissenschaft» von 1951, in der er den Stand der Germanistik seiner Zeit zusammenfassend und kritisch referiert, gliedert sich in zwei Hauptkapitel «Poetik» und «Literaturhistorie». Diese beiden ‹Interessen› können als durchaus charakteristisch für sein literaturwissenschaftliches Arbeiten verstanden werden. Sie lassen sich indes nicht problemlos miteinander kombinieren, sondern erzeugen ein Spannungsfeld: Unter «Poetik» fasst Wehrli 1951 die durch die werkimmanente Interpretation seiner Zeit geprägte Fragestellung nach dem Verhältnis von Form und Inhalt, Teil und Ganzem, die als nicht auflösbare Einheit betrachtet werden. Wehrli kritisiert im Kapitel «Literaturhistorie» diese Position als ahistorisch, da sie zu stark vom geschlossenen Einzeltext ausgehe und die Tradiertheit der Formen zu wenig berücksichtigt. Stattdessen fordert er, Epochen oder Stile als eigenständige «poetische Grössen» zu betrachten und deren interne Zusammenhänge und Dynamiken zu analysieren. Die systematische Analyse der «Poetik» eines Einzeltextes gewinnt somit ihre Legitimität erst dadurch, dass sie zugleich als Teil der «Poetik» einer Epoche oder einer literarhistorischen Bewegung gefasst wird. Dies führt zu einem dialektischen Wechselspiel eines historischen und eines systematischen Ansatzes, den Wehrli in seinen späteren Schriften «poetologisch» nennen wird. Insbesondere in seinem letzten Buch Literatur im deutschen Mittelalter. Eine poetologische Einführung (1984, aktuelle Aufl. 2006) werden systematisch die bildungs- und mediengeschichtlichen, literatursoziologisch-institutionellen, philosophisch-theologischen, rhetorischen, ästhetischen, hermeneutischen und formgeschichtlichen Kontexte entfaltet, in denen die Geschichtlichkeit der Literatur beschrieben werden kann.
Mit der Grundhaltung, stets den «unabdingbar geschichtlichen Charakter» literarischer Werke ins Zentrum der Beobachtung zu stellen, grenzt sich Max Wehrli explizit von der Vorstellung ab, Kunst sei etwas Überzeitliches und «ästhetische Vollkommenheit sei nur gegen die Geschichte möglich» – es gebe, so Wehrli, «gerade nichts Vergänglicheres als die vermeintlich zeitlose Kunst». Die Verstehensbedingungen für ein solches vergangenes Werk sieht Wehrli in seinem Konzept der poetologisch-hermeneutischen Auseinandersetzung, der dialektischen Begegnung zwischen der eigenen, aktuellen Situation des Rezipienten und der geschichtlichen Fremdheit des Gegenstandes. «Das Wagnis jedes literarhistorischen Verstehens besteht darin, lebendigen Gegenwartsbezug zu verwirklichen und zugleich den Gegenstand ganz aus sich selbst in seiner geschichtlichen Bedingtheit zu sehen. Es gilt die Werke der vergangenen, insbesondere mittelalterlichen Literatur als das Fremde, ganz andere, seinem Zeitgesetz Folgende zu sehen und sie zugleich in bereitwilligem Hinhören als ein Eigenes, Unverlierbares, ja vielleicht Aktuelles zu erfahren.» Dem Teleologie-Verdacht, dem jede chronologisch gegliederte Darstellung eines historischen Verlaufs notwendig ausgesetzt ist, setzt Wehrli ein Differenzierungs-Diktum entgegen: Sachlich wäre es «sinnlos, von Fortschritt oder Verfall zu sprechen und danach zu werten». Methodisch sei es indes unabdingbar, dass Literaturgeschichtsschreibung im Akt der Disposition und Gliederung des Materials einen inneren historischen Zusammenhang konstruiere – so wie er sich dem Verfasser der Literaturgeschichte jeweils darbiete: «Ein Sinn der Geschichte ist auch für die Literatur, mindestens wissenschaftlich nicht zu benennen. Wir können ihn höchstens postulieren auf Grund der Feststellung, dass die geschichtlichen Verläufe bei aller Dunkelheit und Chaotik immer wieder gestalthafte Züge und eine Richtung aufweisen.» Der hohe Stellenwert, den die Kategorien der Totalität, der Synthese und des Kontinuums in Wehrlis methodologischen Ausführungen einnehmen, bedingt zugleich eine drastische Relativierung: Literaturgeschichtsschreibung als Rekonstruktion eines historischen Zusammenhangs könne nie volle Wissenschaftlichkeit beanspruchen. Sie nehme eine «dubiose Stellung» zwischen Wissenschaft und Kunst ein, deren Legitimation durch die subjektive Auswahl und Kohärenzstiftung immer schon fragwürdig sei.
Max Wehrlis historisch-poetologischer Zugang bedingt ein spezifisches Epochenverständnis. Die Erweiterung des Faches Ältere deutsche Literatur um die Literatur bis 1700 an der Universität Zürich ist neben der individuellen Vorliebe vor allem wissenschaftliches Programm. Es geht um das Problem, die ältere deutsche Literatur in einen Verständniszusammenhang zu bringen; um eine Einordnung der frühen literarischen Zeugnisse, die nur diskontinuierlich und fragmentarisch greifbar sind, nur aus enger Bindung an ein ebenfalls fragmentarisch überkommenes lateinische Traditionsfeld und aus heterogenen Bezügen zur mündlichen volkssprachlichen Überlieferung sich entwickeln, und die anfänglich weit davon entfernt sind, ein institutionalisiertes, autonomes Literatursystem darzustellen. Dabei forderte das methodische Programm, der Literatur immer im Zusammenspiel von historischer Situation und systematischer Einordnung zu begegnen, einen analytischen Blick, der die fachgeschichtlich-administrativen Grenzen des universitären Betriebs notwendig überschreiten musste. Der spezifische Epochenbegriff ergibt sich aus dem Forschungsgegenstand der «Geschichte von Entstehung, Integration, Wandel eines solchen – niemals autonomen, immer offenen – [Literatur-]Systems. Es ist die Geschichte des Zusammenrückens isolierter Denkmäler, der verschiedenen Ansätze und Versuche zu einem Wirkungszusammenhang oder doch einer sinnvollen Konstellation, der Bildung bestimmter Traditionen mit ihren spezifischen Formtypen und Funktionen, immer im Gegenspiel zum gesamteuropäischen Latein und den anderen Volkssprachen in Europa. Entscheidend ist dabei nicht die Idee eines nationalen Geistes oder sonst einer mysteriösen Größe, sondern die schlichte Tatsache, daß ein literarisches System nach Typen, rhetorischen Formen, metrischen Ordnungen und Wortbedeutungen notwendig von einer sich gleichzeitig aufbauenden Sprache (in jedem Sinn) getragen wird.» Diese Epoche der deutschen Literatur ist erst im 18. Jahrhundert, oder sogar noch später, nach dem Zurückgehen auch des wissenschaftlichen Lateins abgeschlossen. In diesem Sinne wurde der Fachteil der Älteren deutschen Literatur an der Universität Zürich programmatisch von den Anfängen bis um 1700 angesetzt.
Die wissenschaftliche Arbeit Max Wehrlis wurde mit zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen im In- und Ausland gewürdigt: Honorary Member der Modern Language Association of America (1964), korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Heidelberg (1977), Göttingen (1981) und München (1983), Träger der Gold-Medaille des Goethe-Instituts (1970), des Kantons Zürich (1972) und des Gottfried-Keller-Preises der Martin-Bodmer-Stiftung (1979). Zudem war Max Wehrli 1955 Visiting Professor an der Columbia University New York, 1986 erhielt er von der Universität München die Ehrendoktorwürde.
Ausgaben und Übersetzungen

Wolfgang Meyer (SED)

Wolfgang Meyer (* 26. Juli 1934 in Berlin; † 23. März 2011) war Journalist und Funktionär in der DDR.
Wolfgang Meyer war der Sohn eines Bankangestellten. Er besuchte von 1940 bis 1953 die Grund- und Oberschule in Berlin-Prenzlauer Berg. Nach dem Abitur studierte er Slawistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er arbeitete von 1957 bis 1975 für den ADN als Redakteur und Auslandskorrespondent. So war er von 1960 bis 1963 Korrespondent in Léopoldville (Kongo) und Bamako (Mali). 1962 trat er in die SED ein. Von 1967 bis 1971 war er ADN-Korrespondent bei der UNO in New York. 1975 wurde er Leiter der Hauptabteilung Presse und Information im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten. Im November 1989 wurde er Leiter des Presseamtes beim Ministerrat sowie erster und einziger Regierungssprecher der DDR in der Modrow-Regierung. Seine erste Amtshandlung bestand in der Bekanntgabe des Rücktritts der Regierung Stoph infolge der Unruhen und Demonstrationen im ganzen Land.
Er war Geschäftsführer des Instituts für angewandte Wirtschafts- u. Sozialforschung »Conkret« in Berlin und von 1999 bis 2005 Mitarbeiter des PDS-Ehrenvorsitzenden Hans Modrow. Zuletzt war er Mitarbeiter der Linkspartei-Zentrale in Berlin.