Störbrücke (A 23)

53.9263888888899.4794444444444Koordinaten: 53° 55′ 35″ N, 9° 28′ 46″ O
f1
Bundesautobahn 23
Stör
Die Störbrücke ist eine über einen Kilometer lange Straßenbrücke bei Itzehoe, die die Stör – in diesem Abschnitt als Seeschifffahrtsstraße klassifiziert – überspannt.
Die erste Brücke wurde 1967 als Teil der Bundesstraße 5 eröffnet. Zwischen 2007 und 2015 wurde diese durch zwei parallele Brückenzüge der Bundesautobahn 23 ersetzt.

Gebaut wurde die (zuletzt) dreispurige, ursprünglich mit zwei Fahrstreifen und beidseitigen Seitenstreifen angelegte Hochbrücke zwischen 1965 und 1967 mit 26 Öffnungen, einer Gesamtlänge von 1160 m und einer Breite von 16 m. Die Spannbetonkonstruktion besteht aus drei Abschnitten.
Der erste Abschnitt ist die 392 m lange, südliche Rampenbrücke. Er hat neun Öffnungen mit jeweils 40 m Stützweite. Im zehnten, 44 m langen Feld ist nach 32 m ein Gerbergelenk als Übergangskonstruktion zur Strombrücke angeordnet. In Längsrichtung ist das Bauwerkssystem ein Durchlaufträger mit einer konstanten Konstruktionshöhe von 2,8 m. In Querrichtung ist ein zweistegiger Plattenbalken vorhanden. Die Stege haben einen Achsabstand von ungefähr 7,8 m und 1,35 m breite Flansche.
Die folgende 256 m lange, dreifeldrige Strombrücke besitzt in den beiden Randfeldern Stützweiten von 58,5 m und im Hauptfeld von 115 m. Der Überbau kragt an beiden Enden 12 m bis zum Gerbergelenk aus. In Längsrichtung ist das Bauwerkssystem ein Durchlaufträger. Der gevoutet ausgebildete Überbau hat eine maximale Konstruktionshöhe von 6,5 m über den Uferpfeilern. In Querrichtung ist ein zweistegiger Plattenbalken vorhanden, der zur Aufnahme großer Druckkräfte im Bereich der Uferpfeiler eine Bodenplatte besitzt. Die Bauwerkshöhe beträgt maximal 22 m.
Der letzte Teil ist die 512 m lange, nördliche Rampenbrücke. Das Bauwerk hat zwölf Öffnungen mit jeweils 40 m Stützweite. Das 44 m lange Übergangsfeld zur Strombrücke, sowie der Querschnitt sind wie bei der südlichen Rampenbrücke ausgebildet.
Die Überbauten ruhen auf paarweise angeordneten Stahlbetonhohlpfeilern. Diese sind auf Bohrpfählen oder Rammpfählen gegründet. Nur die Pfeiler der Hauptöffnung sowie die Widerlager besitzen eine Flachgründung.
Aufgrund einer mangelhaften Konsolbewehrung an den beiden längsbeweglichen Gelenkfugen, den Gerbergelenken, wurden Risserscheinungen im Beton im Bereich der Konsolen und Querträger beobachtet. Eine erste Instandsetzung erfolgte 1983. An jedem Steg wurden sechs vertikale Spannglieder eingebaut. Die Kosten betrugen 730.000 DM.
Von 1997 bis 1999 mussten schließlich stählerne Unterstützungskonstruktionen unter den Gerbergelenken eingebaut werden. Die Kosten betrugen 1,8 Millionen Euro. In einem Gutachten von 1998 wurde der Brücke wegen ihres Bauzustandes eine Restnutzungsdauer von 10 bis 15 Jahren attestiert.
Im Rahmen des Ausbaus der Bundesstraße 5 zur BAB 23 wird die Brücke von 1967 durch zwei getrennte, nebeneinanderliegende Brückenzüge ersetzt. Baubeginn war am 10. Januar 2007. Am 19. Juni 2010 wurde die erste neue Brücke, die die Richtungsfahrbahn Nord der neuen Autobahn aufnehmen wird, eingeweiht. An diesem Tag war das Bauwerk für Fußgänger und Radfahrer geöffnet. Seit Ende Juni 2010 steht die Brücke dem Kraftfahrzeugverkehr zur Verfügung. Anschließend folgte der Abbruch der alten Brücke und der Neubau des zweiten Überbaus. Am 24. Oktober 2015 wurde die zweite Brücke mit einem Bürgerfest eröffnet, für den Verkehr freigegeben am 19. November 2015.
Die neuen Brückenbauwerke sind mit je 15 m Breite, 1155 m Länge und 19 Öffnungen konstruktiv identisch. Die Stör wird mit Stabbogenbrücken überquert, die 120 m weit spannen und als Fahrbahnplatte eine Verbundkonstruktion besitzen.
Die Rampenbrücken sind als Verbundquerschnitt geplant und besitzen in Längsrichtung bei einer konstanten Konstruktionshöhe von zirka 3,0 m den Durchlaufträger als Bauwerkssystem. In Querrichtung ist ein einzelliger Hohlkastenverbundquerschnitt vorgesehen. Für die nördlichen Rampenbrücken sind jeweils 10 Felder mit einer Länge von 580 m geplant. Die Stützweiten vergrößern sich vom Widerlager aus von 45 m über 50 m, 55 m und 5×60 m auf 2×65 m. Für die südlichen Rampenbrücken sind jeweils acht Felder und eine Länge von 455 m vorgesehen. Die Stützweiten vergrößern sich vom Widerlager aus von 42 m über 50 m, 55 m und 3×60 m auf 2×64 m. Das Brückenbauwerk erhält eine Tiefgründung mit bis zu 20 m langen Ortbetonrammpfählen. In vier Achsen kommen wegen der Nähe zur vorhandenen Störbrücke Bohrpfähle mit 90 cm Durchmesser und Längen bis 22 m zur Ausführung.
Am 5. Februar 2011 wurde auf der für den Autoverkehr mittlerweile gesperrten alten Störbrücke ein Marathonlauf veranstaltet. Zwanzig Runden mit einer Länge von je 2120 Metern mussten zurückgelegt werden.

ZEGG

Die ZEGG gGmbh (Zentrum für Experimentelle Gesellschaftsgestaltung) ist ein gemeinnütziges Bildungszentrum und ökologisches Modellprojekt in Bad Belzig, 80 km südwestlich von Berlin. Es wird gestaltet von einer Lebensgemeinschaft, die seit 1991 eine ökologisch und sozial nachhaltige Lebensweise erprobt. Die ZEGG Bildungszentrum führt jährlich über 120 Workshops, Seminare und Festivals durch. Ziel ist es, eine kooperative und nachhaltige Lebensweise zu vermitteln. Das Angebot umfasst unter anderem Gemeinschaftswissen und ZEGG-Forum, Liebe und Sexualität, Ökologie und Permakultur sowie künstlerische Angebote wie Mal- und Singkurse. Zu Vorträgen oder Workshops besuchen auch Künstler und bekannte Autoren das ZEGG wie z. B. 2013 Christian Felber zum Thema „Gemeinwohl-Ökonomie“. Die ZEGG gGmbH hatte 2014 fast 20.000 Gästeübernachtungen.
Der Betrieb wird kooperativ geführt und ist seit einigen Jahren nach einem soziokratischen Modell organisiert. Der Visionsrat berät und sorgt dafür, dass die ZEGG gGmbH im Sinne ihrer Aufgabe handelt.
Auf dem 16 ha großen Gelände der ZEGG gGmbH finden sich ein Gästehaus mit Restaurant, diverse Veranstaltungs- und Seminarräume, verschiedene Wohnhäuser, Werkstätten, ein Atelier und mehrere kleine Lehmbauten.
Öffentliche Kontroversen über das ZEGG gab es insbesondere in der Frühzeit. Der Gemeinschaft wurden eine autoritäre Struktur, Merkmale einer Psychosekte, Sexismus und pädophile Tendenzen attestiert, Vorwürfe, die von ZEGG zurückgewiesen wurden. Heute ist diese Diskussion abgeebbt. Das ZEGG ist seit 2014 als gemeinnütziges Bildungszentrum anerkannt.

Die ZEGG gGmbH erzeugt 100 % ihres Wärmebedarfs und 85 % des Stromes auf dem Gelände, fast ausschließlich aus erneuerbaren Quellen oder Abwärme. Das eigene Heizkraftwerk wurde bereits 1991 auf Holzhackschnitzel umgestellt, die vor allem aus den umliegenden Wäldern gewonnen werden. Strom und Warmwasser werden von vier Photovoltaikanlagen und drei gasbetriebenen Blockheizkraftwerken produziert. Die Abwärme des großen Kühlhauses wird zur Erwärmung des Wassers genutzt. Durch die begleitende Wärmedämmung der Gebäude konnte der Energieverbrauch seit 1991 um circa 40 % gesenkt werden. 2011 erhielt das ZEGG den zweiten Preis des Agenda 21-Wettbewerbs des Landkreises Potsdam-Mittelmark für die Umsetzung dieses Energiekonzepts.
Das ZEGG hat auf dem Gelände einen naturnahen Wasserkreislauf aufgebaut. Seit 1992 ist eine ökologische Pflanzenkläranlage in Betrieb, die die gesamten Abwässer reinigt.
Bei der Gestaltung und Nutzung des Geländes orientiert sich das ZEGG an Ideen der Permakultur. So wurde der sandige Boden durch Mulchen, Gründüngung und Einbringen von Tongranulat nährstoffhaltiger gemacht. Seit 2013 experimentiert ZEGG mit Terra-Preta-Herstellung unter Nutzung von gesammeltem Urin. Der Urin wird über Sammelstellen im Gelände und wasserlose Pissoirs aus dem Abwasserkreislauf herausgehalten. Auf diese Weise können die enthaltenen Wertstoffe (v.a. Stickstoff, Phosphat) zum Bodenaufbau genutzt werden. In geschützten Lagen wachsen Aprikosen, Pfirsiche, Wein, Kiwis, Maulbeeren und Feigen. Im ZEGG-Garten (2 ha) werden Obst und Gemüse nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus angebaut. Die Küche im ZEGG ist vegetarisch und teilweise vegan. Zugekauft werden Lebensmittel aus Bio-Produktion, aus der Region oder aus fairem Handel.
Das ZEGG ist Ökodorf und Mitglied im Zusammenschluss der Ökodörfer GEN.
Das Forum ist eine psychodrama-ähnliche, ritualisierte Form der Kommunikation zwischen dem Einzelnen und der Gruppe. Eine Person geht in die Mitte eines Kreises von Menschen und teilt mit, was sie bewegt. Erfahrene Moderatoren unterstützen den Darsteller dabei. Anschließend geben die Zuschauer aus dem Kreis (falls vom Darsteller gewünscht) „Spiegel“. Spiegel sind subjektive Wahrnehmungen oder Reflexionen des zuvor Gehörten. Das ZEGG-Forum wird in Gruppen von 12 bis 50 Teilnehmern praktiziert. Es wurde in den frühen 80er Jahren von einem Vorläuferprojekt des ZEGG, der Bauhütte, entwickelt.
Das ZEGG-Forum sei ein Katalysator zur Persönlichkeitsentwicklung und eine gruppendienliche vertrauensbildende Maßnahme. Es soll für Transparenz in Beziehungen sorgen und soziale und psychische Spannungen abbauen helfen. Das Ritual verbessere die Teamfähigkeit.
Im ZEGG leben heute ca. 110 Menschen, darunter 15 Kinder und Jugendliche. Das soziale Ziel des ZEGG ist es, einen gemeinschaftlichen Lebensstil langfristig zu etablieren. Dazu hat die Gemeinschaft sich eine eigene soziale Struktur geschaffen. Viele Gemeinschaftsmitglieder nehmen an sozialen Prozessen teil, um sich auszutauschen, Konflikte zu klären und Entwicklungsprozesse zu begleiten. Es finden außerdem regelmäßig Tanzabende, Vorträge und kulturelle Veranstaltungen statt. Die meisten Bewohner leben in Wohngemeinschaften, andere als Paar oder allein. Kinder gehen in Kindertagesstätten und Schulen der Umgebung.
Von besonderer Bedeutung ist für die ZEGG-Gemeinschaft die Frage, wie Liebesbeziehungen gelingen können und Sexualität erfüllend gelebt werden kann. Das ZEGG ist ein Ort, an dem unterschiedliche Formen sexueller Verbindung möglich sind. So gibt es viele offene Beziehungen, in denen erotische Abenteuer oder feste Geliebte Platz haben. Es gibt Menschen, die mehrere sexuelle Freundschaften pflegen, monogam lebende Paare und gleichgeschlechtliche Liebesbeziehungen. Ziel ist ein System menschlicher Beziehungen, die dem Einzelnen Wahrhaftigkeit und Zugehörigkeit ermöglicht. Wichtiges Handwerkszeug der Gemeinschaft sind Kommunikation und offener Umgang mit Fragen von Liebe und Sexualität.
In der Anfangszeit war die Idee der freien Liebe im ZEGG prägend. Inspiriert von den Ideen Dieter Duhms wurde nach einer Form des Zusammenseins gesucht, in der Angst und Besitzdenken in der Liebe überwunden werden können. Nach dem radikalen Aufbruch der ersten Jahre sind heute partnerschaftliche Bindungen stärker in den Vordergrund gerückt, auch Sinnlichkeit und Körperkontakt ohne sexuellen Anspruch spielen eine große Rolle.
Das Gelände wurde erstmals 1919 besiedelt, es entstand ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Gartenbau und Kleintierhaltung. Der damalige Besitzer überschrieb das Gelände Anfang der 1930er Jahre der SS. Zur Olympiade 1936 trainierte die deutsche Mannschaft der Military-Reiter auf dem Platz. Danach wurden Führer der Hitlerjugend und des Bundes deutscher Mädchen auf dem Gelände ausgebildet. Es wurde das Sportlerheim Belzig erbaut, das Ziel von Urlaubsreisen im Rahmen der Massenorganisation Kraft durch Freude war. In den 1950er Jahren bildete die Einheitsgewerkschaft der DDR ihre Funktionäre auf dem Gelände aus. Anfang der 1960er Jahre übernahm es dann die HVA des Ministeriums für Staatssicherheit und wandelte es in einen Ausbildungsplatz für Auslandsagenten unter Markus Wolf um. Als der übergelaufene Doppelagent Werner Stiller die Agentenschule 1988 enttarnte, wurde sie an einen anderen Ort verlegt. Zur Wendezeit 1989 war gerade damit begonnen worden, das Gelände zu einem Sanatorium umzubauen. Die Baumaßnahmen wurden eingestellt und es kam an die Treuhandanstalt.
Die ZEGG GmbH kaufte das Gelände 1991 für 2,1 Millionen DM. Die ZEGG-Gemeinschaft hat die Geschichte des Platzes recherchiert, alte Fotos, Zeitdokumente und Berichte gesammelt und im Seminargebäude des Geländes ausgestellt.
Das ursprüngliche Konzept des ZEGG entstand aus den Ideen von Dieter Duhm. Mit seinem Buch „Angst im Kapitalismus“ (1972) war Duhm einer der intellektuellen Köpfe der 68er Bewegung. Im Buch vertrat er unter anderem den vulgärpsychologischen Ansatz, dass Frauen durch den unbewussten Wunsch der Vergewaltigung durch den eigenen Vater lebenslang Vergewaltigungsphantasien hegten und teilweise im Falle einer realen Vergewaltigung dadurch ihren ersten Orgasmus erlebten. Frauen genössen die gewaltsame Triebbefriedigung, diejenigen unter ihnen, die sich gegen Vergewaltigung engagierten, bekämpften eigentlich den eigenen Wunsch nach masochistischer Befriedigung. Diese verharmlosende Haltung zur Vergewaltigung wurde stark kritisiert.
1978 gründete Duhm in Süddeutschland das Gemeinschaftsprojekt „Bauhütte“, um ein Modell für eine gewaltfreie Kultur zu schaffen. Einen Schlüssel dazu sah die Gemeinschaft in der „Heilung der Liebe zwischen Mann und Frau“. Sie experimentierte deshalb unter anderem mit intensiven Gruppenprozessen und freier Sexualität. Sie verstand ihre Lebensweise als politisches Statement und ging damit an die Öffentlichkeit, was kontroverse Berichte in der Presse auslöste. Vor allem von kirchlicher Seite wurden Sektenvorwürfe erhoben, linke Gruppen warfen dem ZEGG Sexismus vor. Die Debatte ging weiter, als eine Gruppe aus der Bauhütte 1991 das ZEGG gründete. Duhm, der selbst nie im ZEGG lebte, und Sabine Lichtenfels gründeten zudem 1994 das „Heilungsbiotop“ Tamera in Portugal.
ZEGG geriet, oft unter Bezug auf Duhms frühere Aussagen zur Vergewaltigung, wegen der sexuellen Ausrichtung, eines als sexistisch bewerteten Frauenbildes und bei Jutta Ditfurth auch wegen angeblicher Anlehnung an NS-Ideologien in die Kritik. Auch die Vertretung pädophiler Positionen wurde ZEGG vorgeworfen, ebenso die Verharmlosung von Kindesmissbrauch, da bei Seminaren vermittelt worden sei, hinter den Prozessen wegen sexueller Gewalt stehe „eine »Zusammenarbeit von organisiertem Feminismus, Presse und Kirche« und »der Hass durchgedrehter Radikalfeministinnen«“.. Das ZEGG äußerte sich 2013 in einer ausführlichen Stellungnahme zu diesen Vorwürfen. Richard Zietz kritisiert „Ditfurths Panoptikum des Schreckens“, in das „das ZEGG – ein alternatives, stark von Wilhelm Reich beeinflusstes (…) Gemeinschaftsprojekt“ hinein geriet.
52.15722222222212.590833333333Koordinaten: 52° 9′ 26″ N, 12° 35′ 27″ O

Gospel of the Horns

Gospel of the Horns ist eine 1993 in Brisbane gegründete australische Black-/Thrash-Metal-Band.

Die Band wurde von Hellbutcher und Mark Howitzer gegründet und bestand ursprünglich aus Shane Transvaal D (Gesang), Hellbutcher (Gitarre) und Howitzer (Schlagzeug). Ende 1994 erschien das Demo The Satanist’s Dream beim italienischen Label Einstand Records.
1995 löste sich die Band auf. Gründungsmitglied Mark Howitzer zog nach Melbourne, wo er bei der Band Deströyer 666 Schlagzeug spielte, auf deren Album Unchain the Wolves er zu hören ist. Kurz darauf spielte er auch auf dem Album Through the Looking Glass der von Mitgliedern der RAC-Band Fortress gegründeten Band Raven’s Wing. Zu dieser Zeit suchte er nach passenden Mitgliedern für die Neugründung von Gospel of the Horns; im Juni 1997 reformierte er die Band mit dem neuen Gitarristen Ryan Marauder. Unterdessen war Hellbutcher unter dem Pseudonym „SS Death Dealer“ bei der NSBM-Band Spear of Longinus eingestiegen.
Im Mai 1998 wurde das zweite Demo Sinners aufgenommen und ein Vertrag mit dem niederländischen Label Damnation Records unterschrieben. Im November erschien die auf 300 Exemplare limitierte EP Monuments of Impurity bei Morbid Productions. Die Band war allerdings mit dem Mix der EP unzufrieden und laut Howitzer war es keine gute Idee, das ganze Wochenende zu trinken und dann ins Studio zu gehen. Kurz darauf wurde Hellcunt von Bestial Warlust der Schlagzeuger von Gospel of the Horns.
Im Juli und August 2000, nach Veröffentlichung der Mini-LP Eve of the Conqueror, tourte die Band durch Europa, wo sie unter anderem mit Pentacle, Enthroned, Primordial, Adorior und Arkhon Infaustus auftrat. Nach der Tournee nahm die Band Chris Masochist als zweiten Gitarristen und im September 2001 das erste Album A Call to Arms auf, das in Irland bei Invictus Productions erschien.
Im Mai 2003 tourte die Band erneut in Europa, diesmal mit In Aeternum und Razor of Occam, und spielte mehrere Konzerte in Australien. Im Juni 2005 stieg Marauder aus und gründete seine eigene Band Funerary Pit. Nach einer Australien-Tournee mit Dismember nahm die Band Anfang 2006 den Trench-Hell-Gitarristen Hexx auf. Im Januar 2007 kehrte Marauder zur Band zurück, kurz darauf wurde das Album Realm of the Damned veröffentlicht.
Inzwischen ist die Band nach Deutschland gezogen: Chris Masochist zog im September 2010 um, Howitzer folgte ihm Anfang 2012. Dann stießen Mersus (Deströyer 666, Zarathustra) und Matt Razor dazu.
Die Band bezog sich bei ihrer Gründung auf die 1980er-Jahre Bands Sodom, Bathory, Kreator, Celtic Frost, Slaughter und Razor wie auf die zeitgenössischen Beherit und Blasphemy. Costa Stoios vom Tales of the Macabre sieht bei Sinners Einflüsse von Celtic Frost und vermutlich Deströyer 666 und vergleichbaren australischen Bands. Laut Howitzer liegt der Unterschied zwischen Deströyer 666 und Gospel of the Horns in War-Metal-Einflüssen bei Deströyer 666 im Gegensatz zu einem eher thrash-lastigem Einfluss aus dem alten Black Metal bei Gospel of the Horns. Für ihn hören die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Bands bei der „gleichen Rohheit und Leidenschaft“ auf. Den für Australien typischen Thrash Metal beschreibt Howitzer als „[d]ie Mischung aus echtem Old-School-Black-Metal und eine [sic!] sehr rohe [sic!] Art von Thrash. Natürlich findet man Einflüsse alter Celtic Frost, Bathory, Venom und Sodom – aber auch eigene Elemente.“ Eigenständigkeit sei für die Musiker wichtig.
Howitzer ist ein Fan der Texte von Pete Helmkamp (Order from Chaos, Angelcorpse). Die Texte von Gospel of the Horns richten sich unter anderem gegen Juden- und Christentum, die Howitzer als geisteskrank ansieht, und beinhalten sozialdarwinistische und satanistische Standpunkte; die Band bezeichnete sich auf ihrer MySpace-Seite als „musikalische Verkörperung“ von Niccolò Machiavelli, Ayn Rand, Anton Szandor LaVey und Robert Greene sowie als Faust gegen liberale Doktrinen. Die Musiker der Band bekannten sich als Patrioten und sprachen sich gegen Immigration aus.
„It almost feels like we Australians are losing our core traditional ideals and becoming engulfed by today’s multi-culturalism and mass immigration.“
Trotzdem wird die Band üblicherweise nicht zum NSBM gezählt. Die Band selbst äußert sich auf ihrer Seite „gegen all diejenigen, die versuchen, den individuellen Willen zu brechen und freies Denken und Reden durch ihre unterdrückerische Ideologie, sei sie religiöses oder politisches Dogma, Unterdrückung oder Unterjochung, zu ersticken“.

Aziz Zakari

Aziz Zakari (als Abdul Aziz Zakari; * 8. Juni 1976 in Accra) ist ein ghanaischer Leichtathlet, der sich auf den 100-Meter-Lauf spezialisiert hat.
2002 wurde er Afrikameister über 100 und 200 Meter. Er kam bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton zum ersten Mal in ein großes Meisterschaftsfinale und wurde Achter. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen qualifizierte er sich ebenfalls fürs Finale, beendete den Lauf jedoch nicht. Ein Jahr später qualifizierte er sich erneut für das Finale bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki und wurde wie in Edmonton Achter. Seine persönliche Bestleistung stellte er 14. Juni 2005 beim Grand Prix Meeting in Athen mit 9,99 s auf. 2006 stand er in der Weltrangliste auf Platz drei hinter Justin Gatlin und Asafa Powell, als er am 29. April nach einem Leichtathletik-Meeting in Dakar positiv auf Stanozolol getestet wurde. Am 22. September 2006 gab der Internationale Leichtathletikverband IAAF eine 2-jährige Dopingsperre bekannt, die am 8. Juni 2008 endete.
Aziz Zakari hat bei einer Größe von 1,77 m ein Wettkampfgewicht von 73 kg.

Wasserretter

Als Wasserretter bezeichnet man eine Person, die sich im Wasserrettungsdienst betätigt und normalerweise eine weiterführende Ausbildung als die zum Rettungsschwimmer abgeschlossen hat.

Bei der Wasserwacht im DRK ist das Rettungsschwimmabzeichen Silber die Mindestqualifikation für aktive Rettungsschwimmer. Mit den Sanitätsausbildungen A und B ist man Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst. Seit 2001 gibt es die weitergehende Ausbildung zum Wasserretter (ehemals SAN C Wasserwacht). Diese ist Voraussetzung für einige Weiterbildungen (z. B. zum Rettungstaucher oder zum Motorbootführer).
Während der Ausbildung erhalten die angehenden Wasserretter neben einer Einführung in das Medizinproduktegesetz und einer Funkunterweisung eine speziell an den Wasserrettungsdienst angepasste weiterführende Sanitätsausbildung. Hierbei wird besonders Wert auf die möglichen Einsatzszenarien als Wasserretter gelegt, beispielsweise mit einer Einführung in die Tauchmedizin, Herz-Lungen-Wiederbelebung oder Hypothermie. In der Praktischen Ausbildung werden unter anderem Rettungstechniken im Zusammenspiel mit Motorrettungsbooten, Suchtechniken wie auch der Einsatz im Fließgewässer vermittelt. Zusätzlich wird auch noch eine Einführung in Einsatztaktik vermittelt. Die Kenntnisse über das Einsatzmaterial für den Wasserrettungsdienst werden durch praktische Fallbeispiele am Gewässer vertieft. Der Lehrgang wird mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung abgeschlossen.
Bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft bezeichnet man als Wasserretter einen Absolventen der Fachausbildung Wasserrettungsdienst. Die Fachausbildung Wasserrettungsdienst ist als Grundausbildung für alle Bereiche des Einsatzdienstes innerhalb der DLRG konzipiert. Sie ist Voraussetzung für die weitere Ausbildung als Wachführer, Bootsführer, Einsatztaucher, Strömungsretter und für die Katastrophenschutz-Ausbildung. Gleichzeitig soll sie durch einen modularen Aufbau die Integration von Jugendlichen und deren Heranführung an den Einsatzdienst erleichtern.
Die Fachausbildung Wasserrettungsdienst ist eine Ausbildung, die in eine Basisausbildung und eine Aufbauausbildung unterteilt ist. Die Basisausbildung umfasst das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Silber und einen Erste-Hilfe-Lehrgang. Die Aufbauausbildung beinhaltet neben einem Sanitätslehrgang, einer Schnorcheltauchausbildung und einer Sprechfunkunterweisung weitere kleinere Einheiten zur Organisation, Verhalten auf Rettungsbooten und Ähnlichem. Die anschließende Prüfung besteht aus einem schriftlichen und drei praktischen Teilen: einer Rettungsschwimmübung, einer Sanitätsübung und einer Übung zum Verhalten im Einsatz. Insgesamt umfasst die Ausbildung ungefähr 160 Unterrichtseinheiten.
Ab dem 16. Lebensjahr können jugendliche Rettungsschwimmer nach der Teilnahme an allen Ausbildungen die Prüfung zur Fachausbildung Wasserrettungsdienst ablegen und ab diesem Zeitpunkt als qualifizierte Wasserretter selbstständig im Wasserrettungsdienst an den deutschen Küsten, den Binnengewässern oder in Schwimmbädern eingesetzt werden.
In der Schweiz muss für die Arbeit als Wasserretter mindestens ein gültiges Brevet I der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft oder eine gleichwertige Ausbildung vorliegen. Ab dem 16. Lebensjahr kann man mit dieser Ausbildung beispielsweise in einem Schwimmbad arbeiten. In den Schwimmbädern der Schweiz wird klar zwischen Badmeistern und Aufsichten unterschieden, wobei sich die Aufsichten aus den Wasserrettern mit einem Rettungsschwimmbrevet bestehen und die Badmeister meistens eine weiterführende Ausbildung besucht haben.
In Österreich gibt es den Fließwasser-Retter (FW-R) und, die weiterführende Ausbildung zum Wildwasser-Retter (WW-R).
Die Ausbildung zum Fließwasser-Retter ist eine weiterführende Ausbildung der Österreichischen Wasserrettung. Sie kann von Mitgliedern des ÖWR absolviert werden, wenn diese das 18. Lebensjahr vollendet haben, im Besitz des Rettungsschwimmabzeichens sind und ihr Erste-Hilfe Kurs nicht älter als drei Jahre ist.
Prüfungsbedingungen für den Fließwasser-Retter ist die Gewässer- und Materialkunde sowie eine umfassende Praxis, in der die Grundtechniken des Schwimmen, Springen, Bewegen am und im Fließgewässer, Knotenkunde und Panikverschluss beherrscht werden müssen sowie verschieden Zeichen und Signale (z. B.: Gefahrenschilder und Hinweiszeichen, Schifffahrtszeichen und Handzeichen) und Sicherungs-, Rettungs- und Bergetechniken (z. B.: Rettungsgriffe).
Bei Bedarf können Zusatztechniken erlernt werden wie zum Beispiel das passive Abseilen oder eine Raftfahrt mit Erklärung der Paddeltechniken.
Die Ausbildung ist Voraussetzung für die Ausbildung zum Wildwasser-Retter.

The Legendary Marvin Pontiac: Greatest Hits

The Legendary Marvin Pontiac: Greatest Hits ist ein im Jahr 2000 erschienenes Album des fiktiven Bluesmusikers Marvin Pontiac, der von John Lurie erfunden wurde. Die Beilage zur Album-CD enthält eine biografische Note über Pontiac, was dazu führte, dass Medien und Hörer zunächst überzeugt waren, dass sie tatsächlich mit dem authentischen Werk des tragisch verstorbenen und zeit Lebens unterschätzten Musikers zu tun haben.

Die dem Album beigelegte Kurzbiografie enthielt genaue Informationen über den angeblichen Schöpfer der Musik. Laut der auf Allmusic veröffentlichten Biografie wurde Pontiac am 30. März 1932 in Detroit unter dem Namen Marvin Touré als Sohn eines aus Mali stammenden Afro-Amerikaners und einer Amerikanerin jüdischer Herkunft geboren. Als Kind lebte er mit seinem Vater in Bamako, um als 15-jähriger nach Chicago umzusiedeln. Aufgrund von Konflikten mit seinem Verlag wurde seine Musik zu seiner Lebzeit nie veröffentlicht. Gegen Ende seines Lebens wurde er in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. 1977 starb er, nachdem er von einem Bus angefahren worden war.
Dank Luries privaten Beziehungen enthielt die Album-Beilage des Weiteren Zitate einiger bekannter Musiker – darunter David Bowie, Angélique Kidjo, Leonard Cohen, Iggy Pop und Flea –, die angaben, dass Pontiacs Schaffen ihnen schon früher bekannt war und sie inspirierte. Ein Hinweis darauf, dass es sich um eine fiktive Geschichte handelt, wurde jedoch durch die Liste der an den Aufnahmen beteiligten Musiker geliefert, von denen einige noch nicht lebten oder nur Kinder waren, als Pontiac seine Musik aufgenommen haben sollte.
Die Veröffentlichung des Albums als angebliches Werk einer fiktiven Person wurde vielerseits kritisiert. Manche Rezensenten waren der Meinung, dass Lurie damit seiner Karriere schadete. Er selbst gab in einem 2008 gegebenen Interview an, dass er Angriffe erwartet hatte aufgrund der Angabe, Pontiac sei schwarz gewesen, wohingegen die Kritiker sich eher an seiner Darstellung als psychisch Kranken zu stören schienen.

Stinnes-Legien-Abkommen

Das Stinnes-Legien-Abkommen (amtlich: Satzung für die Arbeitsgemeinschaft der industriellen und gewerblichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Deutschlands.) vom 15. November 1918 war eine Kollektivvereinbarung (Vertrag) zwischen 21 gewerblichen und industriellen Arbeitgeberverbänden und sieben Gewerkschaften (Freie, christliche und polnische Gewerkschaften). Seinen Namen verdankt es den beiden federführenden Unterzeichnern: dem Ruhrindustriellen Hugo Stinnes und dem Vorsitzenden der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands Carl Legien, unterschrieben haben es aber auch auf Arbeitgeberseite z. B.: Alfred Hugenberg (Zeitungskonzern), Friedrich Springorum (Hoesch), Hans von Raumer (Zentralverband der Deutschen Elektrotechnischen Industrie), Carl Friedrich von Siemens, Walther Rathenau (AEG) und Ernst Borsig und auf Arbeitnehmerseite z. B.: Adam Stegerwald (Christliche Gewerkschaften), Gustav Hartmann (Hirsch-Dunckersche Gewerkvereine) und Anton Höfle (Deutscher Technikerverband).
Die Arbeitgeberverbände erkannten die Gewerkschaften als Vertreter der Arbeiterschaft an (Nr. 1 der Vereinbarung) und vereinbarten die Arbeitsbedingungen durch Kollektivvereinbarungen (Nr. 6 der Vereinbarung; später Tarifverträge) zu regeln. Zugleich wurde damit von Arbeitgeberseite die Einrichtung von Arbeiterausschüssen in den Betrieben (Nr. 7 der Vereinbarung; später Betriebsräten) und die Einführung des Achtstundentags (Nr. 9 der Vereinbarung) vereinbart. Ein Zentralausschuss für die Durchführung der Vereinbarung wurde errichtet (Nr. 10 und 11 der Vereinbarung), dessen Entscheidungen verbindliche Geltung haben sollten (Nr. 12 der Vereinbarung). Für die Gewerkschaften bedeutete die Vereinbarung einen sozialpolitischen Durchbruch, denn mit ihm vollzog die Groß- und Schwerindustrie eine radikale Abkehr von ihrer bisherigen antigewerkschaftlichen Politik. Hatte der Staat die Gewerkschaften mit dem Hilfsdienstgesetz vom 5. Dezember 1916 als legitime Interessenvertreter der Arbeiter anerkannt, wurden sie nun von den Arbeitgebern als Tarifpartner akzeptiert.
Gleichzeitig vereinbarten die Partner der Vereinbarung eine Satzung für die Arbeitsgemeinschaft der industriellen und gewerblichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Deutschlands. Dort wurden die Organe der Arbeitsgemeinschaft (Zentralvorstand und Zentralausschuss) festgelegt und die Gliederung in Fachgruppen (für jeden Industrie- oder Gewerbezweig mit mehr als 100.000 Beschäftigte) und deren Organe bestimmt (§ 2 der Satzung).
Was für die Gewerkschaften als ein Vertragswerk von grundsätzlicher Bedeutung für den Wandel im Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit galt, war für die Unternehmer ein Not- und Zweckbündnis. Aus Furcht vor einer Sozialisierung ihrer Fabriken in der Novemberrevolution hatten sie, wenige Tage nach Ausbruch der Revolution (9. November), das Abkommen unterzeichnet. „Die Großindustriellen waren in schwerster Sorge vor einer kommenden Sozialisierung […] Sie waren zu allem bereit, wenn sie nur ihr Eigentum behielten.“
Gleichwohl diente das Abkommen als Vorlage für die gesetzliche Regelung der Tarifvertragsbeziehungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden – zunächst in der Weimarer Republik (Verordnung über Tarifverträge, Arbeiter- und Angestellten-Ausschüsse und Schlichtung von Arbeitsstreitigkeiten) vom 23. Dezember 1918 und später im Vereinigten Wirtschaftsgebiet und in der Bundesrepublik Deutschland (Tarifvertragsgesetz vom 9. April 1949). Es kann daher als frühes Gründungsdokument der Sozialpartnerschaft begriffen werden, die sich erst in der Sozialordnung der Bundesrepublik Deutschland voll entfaltete.

Burscheid

Burscheid ist eine Kleinstadt im Rheinisch-Bergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen mit rund 18.000 Einwohnern. Die Stadt ist geprägt durch viele kleinere Ortschaften und durch ihr Stadtzentrum mit Marktplatz und Kirche. Burscheid wurde bereits 1175 erstmals urkundlich erwähnt. Am 18. August 1856 bekam die damalige Landgemeinde durch den König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen die Stadtrechte verliehen.

Hauptorte sind Burscheid Innenstadt und Hilgen. Hilgen ist neben dem Hauptort die größte und wichtigste Ortschaft der Stadt. Sie wird erstmals 1510 in einer Abgabenliste der Kirche zu Wermelskirchen genannt, liegt an der B 51 und grenzt an Wermelskirchen.
Weitere Ortschaften:
Bellinghausen – Benninghausen – Berringhausen – Berghamberg – Blasberg – Bruchermühle – Büchel – Claasmühle – Dierath – Dohm – Dünweg – Dürscheid – Drauberg – Eichenplätzchen – Engelrath – Echhausen – Flügel – Geilenbach – Gerstenmühle – Großbruch – Großhamberg – Griesberg – Grünscheid – Hahnensiefen – Hanscheider Hof – Hamberg – Heide – Heddinghofen – Herkensiefen – Hilgen – Hinterweg – Hürringhausen – Imelsbach – Irlen – Irlerhof – Kaltenherberg – Kämersheide – Kamp – Kämpchen – Kippekofen – Kleinbruch – Kotten – Kretzheide – Kleinhamberg – Kuckenberg – Lambertsmühle – Lamerbusch – Lämgesmühle – Landscheid – Leie – Liesendahl – Linde – Löh – Luisental – Lungstraße – Massiefen – Maxhan – Müllersbaum – Nagelsbaum – Neuenhaus – Nüxhausen – Ösinghausen – Repinghofen – Paffenlöh – Repinghofen – Rötzinghofen – Schneppendahl – Sieferhof – Spiegelhof – Sträßchen – Thielenmühle – Wietsche
Zeuge einer ersten Besiedlung sind Überbleibsel einer ehemaligen Ringwallanlage im Eifgental, der sogenannten Eifgenburg. Dort gefundene Tonscherben datieren die Anlage etwa in das 10. Jahrhundert. Der erste Turm der heutigen evangelischen Kirche ist bereits im 11. Jahrhundert errichtet worden. Als eine zum St.-Gereon-Stift Köln gehörende Ortschaft wird „Bursceit“ erstmals 1175 offiziell erwähnt. Bis 1806 war Burscheid ein Kirchspiel im Amt Miselohe im Herzogtum Berg. Nach Besetzung und Bildung des Großherzogtums Berg durch Napoleon bildete Burscheid eine Mairie im Arrondissement Düsseldorf und im Kanton Opladen. Der kurzen französischen Herrschaft folgte die Einverleibung des Bergischen Landes in das Königreich Preußen (1815); Burscheid wurde Landgemeinde innerhalb der Rheinprovinz und gehörte zum ehemaligen Kreis Opladen.
Gute geologische Bodenbeschaffenheit und ein günstiges Klima beeinflussten die Entwicklung Burscheids. Schon früh spezialisierte man sich auf Grünland- und Milchwirtschaft und begründete den guten Ruf der bergischen Obstkammer. Butter, Eier, Käse und nicht zuletzt bergisches Apfelkraut fanden Absatz auf allen Märkten der rheinischen Städte.
Etwa im 16. Jahrhundert wurden die Grundsteine für die Entfaltung der Burscheider Industrie gelegt. Die Ausnutzung der Wasserkraft und der Holzreichtum der Wälder ermöglichten das Entstehen zahlreicher Mühlen, u. a. Frucht-, Öl-, Pulver- und Knochenmühlen, später Stahlhammer und Schleifkotten. Die Lambertsmühle, Thielenmühle, Irlermühle, Dürscheider Mühle, Grünscheider Mühle, Gerstenmühle u. a. sind heute Zeugen lebendiger Geschichte.
1843 wurde Burscheid Sitz eines Fabrikengerichts.
Mit der Erfindung eines besonderen Kupfer-Asbest-Dichtungsringes durch den Lokomotivführer Friedrich Wilhelm Goetze und der damit verbundenen Gründung der Goetzewerke (später Goetze AG und heute Federal-Mogul) verstärkte die Stadt ihre industrielle Prägung.
Als Folge der industriellen Aufwärtsentwicklung erhielt Burscheid am 18. August 1856 die Stadtrechte. Zu dieser Zeit zählte die junge Stadt etwas mehr als 5000 Einwohner. Ausreichende Arbeitsplätze und die Finanzstärke der Stadt trugen im Wesentlichen zum schnellen Anwachsen der Bevölkerungszahl bei.
Anschluss an das Eisenbahnnetz erhielt Burscheid im Oktober 1881, als das Teilstücke Wermelskirchen − Opladen der Bahnstrecke Wuppertal-Oberbarmen–Opladen mit Bahnhöfen in Burscheid und Hilgen eröffnet wurde; im Mai 1952 kamen die Haltepunkte Dünweg und Burscheid Rathaus hinzu. Bis zum 2. Weltkrieg war die Strecke zweigleisig, nach Kriegsschäden wurde sie jedoch einspurig zurückgebaut. Im Mai 1983 wurde der Personenverkehr auf den Abschnitt Opladen − Hilgen eingeschränkt, 1991 wurde die Strecke vollständig stillgelegt. Auf der Trasse verläuft heute der „Panorama-Radweg Balkantrasse“, ein kombinierter Fuß- und Radweg. Der Abschnitt von Remscheid-Lennep bis Burscheid-Kuckenberg wurde 2012 fertiggestellt, die Fortsetzung bis Opladen wird am 29. Mai 2014 eröffnet. Auf dem Gebiet der Stadt Burscheid verlaufen 6,2 km des Weges.
1996 wählte Johnson Controls, US-amerikanischer Hersteller von Autoinneneinrichtungen, Burscheid als Sitz seiner Europazentrale mit Entwicklungszentrum.
Im April 2010 veranstaltete der Rheinisch-Bergische Kreis in Burscheid den dritten Tag der Rheinisch-Bergischen Geschichte.
Am 1. Januar 1975 wurden Gebietsteile der Nachbarstadt Wermelskirchen mit damals etwa 400 Einwohnern eingegliedert.
Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem Ergebnis für die Zusammensetzung des Burscheider Stadtrats:
In der vorigen Wahlperiode hatte der Stadtrat 42 Sitze.
Siehe auch: Kommunalwahlen in Burscheid.
Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 wurde Stefan Caplan (CDU) mit 62,1 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt.
Partnergemeinden sind Egg im österreichischen Bregenzerwald (seit 1968) und Bourscheid in den luxemburgischen Ardennen (seit 2004).
Burscheid liegt verkehrsgünstig an der Bundesautobahn 1 Köln-Dortmund. Auch die Bundesstraße 51 Köln-Wuppertal verläuft durch die Stadt. Die Landesstraße 291 bindet Burscheid über Leverkusen-Opladen auch an die Bundesautobahn 3 an. In Burscheid waren am 1. Januar 2012 14.067 Kraftfahrzeuge zugelassen, davon 11.942 Pkw.
Im öffentlichen Personennahverkehr fährt unter anderem die Buslinie 260 von Remscheid nach Köln durch Burscheid alle 30 Minuten in der Haupt- und alle 60 Minuten in der Nachtverkehrszeit. Weitere Busverbindungen bestehen nach Leverkusen-Opladen, Solingen und Bergisch Gladbach.
Zusätzlich fährt die Nachtbuslinie 26 freitags und samstags um 01.00 und 02.00 Uhr ab Busbahnhof Köln direkt über die A 3 und A 1 nach Burscheid und Hilgen. Die Nachtbuslinie 25 verbindet zusätzlich freitags und samstags zwischen 00.25 Uhr und 03.00 Uhr Burscheid und Leverkusen.
Die nicht an den ÖPNV angebundenen Außenbereiche werden von dem ehrenamtlich betriebenen „Bürgerbus Burscheid“ fahrplanmäßig angefahren.
Burscheid gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).
Hauptarbeitgeber sind die Automobilzulieferer Federal Mogul (ehemals Goetze AG) mit rund 1800 Mitarbeitern und Johnson Controls mit ebenfalls rund 1800 Beschäftigten am Standort Burscheid. Drittgrößter Arbeitgeber ist die Fietz GmbH.
Insgesamt sind in Burscheid rund 1400 Betriebe registriert. 136 Betriebe haben mehr als drei Mitarbeiter. 4639 Berufsauspendlern stehen 4 355 Berufseinpendler (Stand 2006) gegenüber.
Burscheid gilt als die Musikstadt des Bergischen Landes mit einer Tradition seit 1811. 1812 wurde die Musicalische Academie von 1812 zu Burscheid e. V. gegründet, sie ist das älteste Laienorchester Deutschlands. Der Orchesterverein Hilgen 1912 e. V. – Oelberger Musikverein Burscheid 1876 – gewann 1996, 2000, 2004 den Titel als bestes deutsches Amateurorchester in symphonischer Blasmusik.
Weitere Musikvereine in Burscheid sind die Chorgemeinschaft Burscheid e. V. (gegründet 1842), der Männergesangverein Dürscheid 1889 e. V., der Damenchor Dürscheider Dreiklang e. V. (gegründet 1986), die Singschule Dürscheid e. V. (gegründet 2004), der Gemischte Chor Wiehbacher Echo Heddinghofen (gegründet 1926), der katholische Kirchenchor St. Laurentius Burscheid, die evangelische Kantorei Burscheid und der Bläserkreis des CVJM Burscheid.
Basis der Musikstadt Burscheid ist die Musikschule Burscheid e. V. mit derzeit rund 800 Schülern (gegründet 1972). Seit 2010 besteht zudem die durch den Orchesterverein Hilgen gegründete Orchesterschule Burscheid e. V.
Das Jugend- und Kulturzentrum Megaphon ist eine Einrichtung der Stadt Burscheid. Sie umfasst einen Multimediabereich, inklusive eines Studiokomplexes für Audio-, Radio- und Videoproduktionen, ein Internetcafé, Proberäume, einen Konzertsaal mit Gastronomie, eine Töpferei sowie eine Werkstatt für den Bereich Handwerk und Bau. Das Megaphon bietet ein breitgefächertes kultur-, musik-, und bildungsbezogenes Programm vornehmlich für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 8 bis 24 Jahren an. Neben der klassischen Offenen Jugendarbeit liegen die Schwerpunkte vor allem im Konzert- und Medienbereich.
Da etwa jeder fünfte Burscheider Mitglied in einem Sportverein ist, wurde Burscheid durch den Landessportbund Nordrhein-Westfalen mit dem Titel „die sportliche Gemeinde“ geehrt.
Burscheider Turngemeinde 1867 e. V. (BTG) – Ballspielverein 1911 Burscheid e. V. (BVB) – Behindertensport (BS) Burscheid 1963 – Burscheider Badminton-Club e. V. (BBC) – Burscheider Schützenverein 1864 e. V. – DLRG Ortsgruppe Burscheid e. V. – Gebrauchshundeverein Burscheid e. V. – Handballspielgemeinschaft Bergische Panther 2007 e. V. – Hilgener Schützenverein 1923 e. V. – Motorsportfreunde „Kolbenring“ Burscheid e. V. – Ländlicher Reit- und Fahrverein Burscheid-Paffenlöh 1926 e. V. – Radsportgemeinschaft Burscheid 1978 e. V. – Schachfreunde Burscheid 1929 – Tennisclub Grün-Weiß Burscheid e. V. – Tischtennisclub Grün-Weiß 1948 Burscheid e. V. – Turnerbund Großösinghausen 1884 e. V. (TBÖ) – Turngemeinde Hilgen 04 e. V. (TGH) – Wanderfreunde 1981 Burscheid e. V.
Kuno-Hendrichs-Sportanlage Hilgen – Sporthalle Auf dem Schulberg – Max-Siebold-Halle Hilgen – Hans-Hoersch-Halle – Hugo-Pulvermacher-Halle – Karl-Zimmer-Halle – Schulturnhalle Hilgen – Turnhalle Ösinghausen – Turnhalle der Realschule Auf dem Schulberg – Sportplatz Griesberg – Burscheider Bad – Schulsportanlage Im Hagen – Beachsportanlage Im Hagen
siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Burscheid
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Traditionsabzeichen der 26. Panzer-Division

Das Traditionsabzeichen der 26. Panzer-Division, umgangssprachlich auch Grenadierkopf genannt, war ein internes Truppenabzeichen der gleichnamigen 26. Panzer-Division der deutschen Wehrmacht, das im Oktober 1944 durch eine Genehmigung Adolf Hitlers an der linken Seite der Feld- oder Schirmmütze von den Angehörigen dieser Division getragen werden durfte. Das Divisionsabzeichen erhielt durch diese Genehmigung auch seine offizielle Legitimation. Ein dazu erlassenes Schreiben vom 25. Oktober 1944, welche sich in einem Soldbuch eines Divisionsangehörigen befand, hat folgenden Wortlaut:
„Der Führer und oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat entschieden, daß das Traditionsabzeichen der 26.Pz.Div. (Grenadierkopf) – getragen links an der Mütze – beibehalten werden kann.“
Allerdings ist anzunehmen, dass es sich hierbei um eine nachträgliche Trageerlaubnis handelte, dass das Abzeichen irgendwann zwischen dem 14. September 1942, dem Zeitpunkt der Divisionsaufstellung und der Genehmigung im Oktober 1944 entstanden ist.

Die Entstehung des Abzeichens geht auf einen Streit des künftigen Divisionsabzeichens der 26. Panzer-Division sowie der neuaufgestellten 23. Infanterie-Division (23. ID) zurück. Die 26. Pz.-Div. wurde bei ihrer Aufstellung unter anderem auch mit Restkräften der alten 23. ID aufgefrischt, die in ihrem Divisionsabzeichen den Grenadierkopf getragen hatte und dieses nun für sich beanspruchte. Die Führungsebene der neu aufgestellten 23. ID beharrte jedoch darauf, das Logo ihrer Vorgängerdivision weiterhin nutzen zu dürfen. Die Streitigkeiten über das künftige Divisionsabzeichen nahm so eine große Dimension an, dass Hitler einschreiten musste und durch Führerentscheid beendet wurde. Hitler sprach der neu aufgestellten 23. ID den Grenadierkopf als Divisionsabzeichen zu, allerdings in leicht abgewandelter Form auch der 26. Panzer-Division, deren Form das Traditionsabzeichen bestimmte.
Das aus Buntmetall hergestellte versilberte Abzeichen der Firma Preissler aus Pforzheim zeigt das Divisionswappen der 26. Panzer-Division, einen antiken Grenadierkopf, der von einer stilisierten Laufrolle eines Panzers umschlossen wird. Das Mittelmedaillon ist je nach Fertigungsvariante durchbrochen oder geschlossen. Die Rückseite ist glatt und zeigt den eingeprägten Namenszug des Herstellers sowie eine senkrecht verlötete Broschiernadel oder nur einfache Biegelaschen aus Aluminium. Die Verleihung des Abzeichens erfolgte mit einer Verleihungsurkunde, die in der Regel durch Generalmajor Eduard Crasemann oder eines Abteilungskommandeurs unterschrieben wurde sowie einem Eintrag in das Soldbuch des Beliehenen. Das Abzeichen wurde nach dem Krieg von der Firma Preissler weiterhin unverändert gefertigt und wurde an einer langen Nadel am Revers zu Traditions- bzw. Regimentstreffen ehemaliger Angehöriger der Division getragen.
Eine exakte Verleihungszahl des Abzeichens ist bisher nicht publiziert worden. Mit Stichtag zum 1. November 1944, also nach der am 25. Oktober 1944 von Hitler erteilten Tragegenehmigung, belief sich die Gesamtstärke der Division auf 13.027 Mann. Somit erscheinen derartige Verleihungsgrößen am wahrscheinlichsten. Allerdings ist davon auszugehen, dass nicht alle Angehörigen der Division das Abzeichen tatsächlich erhalten haben. Zeitgenössische Abzeichen sind selten und werden auf dem heutigen Markt mit mehrerer Hundert Euro gehandelt.

Camera Obscura (Band)

Camera Obscura ist eine schottische Indie-Band.

Im Jahr 1996 gründeten Sängerin und Songwriterin Tracyanne Campbell, Schlagzeuger und Sänger John Henderson, Bassist Gavin Dunbar und Gitarrist David Skirving in Glasgow die Band Camera Obscura. In den ersten Jahren nahmen sie mehrere Singles auf und die Gruppe wuchs auf sechs Mitglieder an. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurden sie, als 2001 der BBC-Radiomoderator John Peel auf sie aufmerksam wurde. Im Jahr darauf veröffentlichten sie ihr Debütalbum Biggest Bluest Hi-Fi. In diesen frühen Jahren wurden sie immer wieder von Musikern der zeitgleich in Glasgow gegründeten Band Belle and Sebastian unterstützt. Das zweite Album Underachievers Please Try Harder folgte 2003. Es wurde nicht nur in ihrer Heimat, sondern auch in den USA veröffentlicht.
Für die Peel-Sessions vertonten die Musiker 2004 zwei Gedichte des schottischen Nationaldichters Robert Burns und als ihr Förderer John Peel im selben Jahr starb, widmeten sie ihm die Singleveröffentlichung von I Love My Jean. Zwischenzeitlich waren Camera Obscura weltweit erfolgreich auf Tour gegangen. Ihr nächstes Album produzierten sie in Schweden zusammen mit Produzent Jari Haapalainen, aber ohne den zweiten Sänger John Henderson, der die Band zuvor verlassen hatte. Damit rückte der Gesang von Tracyanne Campbell alleine in den Vordergrund. Let’s Get Out of This Country erschien international 2006 und brachte ihnen einen ersten Achtungserfolg in den US-amerikanischen Independent-Charts.
Die folgenden Jahre brachten weitere Veränderungen, so zog sich Trompeter Nigel Baillie als festes Bandmitglied zurück, obwohl er noch gelegentlich mit der Band auftritt. Außerdem wechselten sie das Label. Der endgültige Durchbruch gelang den Schotten 2009 mit dem Album My Maudlin Career. Damit schafften sie es erstmals in die offiziellen Albumcharts sowohl in Großbritannien als auch in den USA. Danach nahm sich die Band wegen gesundheitlicher und persönlicher Probleme der Mitglieder eine Auszeit. Bis 2013 hatten sie jedoch wieder ein neues Album fertiggestellt, das diesmal mit Produzent Tucker Martine in den USA aufgenommen wurde. Desire Lines konnte an den Charterfolg des Vorgängers anknüpfen. Am 11. Oktober 2015 starb Keyboarderin Carey Lander an Knochenkrebs.