Herzogtum Braunschweig

Das Herzogtum Braunschweig wurde 1814 nach dem Wiener Kongress in der Nachfolge des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel begründet. Seine Wurzeln liegen im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, das 1235 durch Aufteilung des sächsischen Stammesherzogtums der Welfen entstand. Nach der Novemberrevolution in Braunschweig von 1918 wandelte es sich in den Freistaat Braunschweig um.

Begründer des Anspruchs Braunschweigs als Herrschaftsbereich war Heinrich der Löwe aus dem Haus der Welfen. Dieser hatte 1142 die Stadt Braunschweig sowie das Herzogtum Sachsen als Lehen erhalten und letzteres in den darauf folgenden Jahren im Rahmen einer intensiven Ostkolonisation stark vergrößert. Zum Zentrum seines Herrschaftsbereiches wählte er die Stadt Braunschweig, die er zu seiner Residenzstadt umbauen ließ. Nachdem Heinrich der Löwe 1154 auch zum Herzog von Bayern ernannt worden war, galt er als einer der mächtigsten Fürsten im Heiligen Römischen Reich. Als sich der Konflikt zwischen Heinrich und dem Kaiser Barbarossa immer mehr zuspitzte, wurde 1180 schließlich die Reichsacht über Heinrich verhängt. Im Anschluss an die darauf folgende Reichsheerfahrt gegen Heinrich den Löwen blieben Heinrich nur die Städte Braunschweig und Lüneburg sowie einige kleinere ererbte Eigengüter (Allodialbesitz).

Erst dem Enkel Heinrichs des Löwen, Otto dem Kind, gelang zum Teil eine Wiederherstellung des verlorenen Einflusses. Im Zuge der staufisch-welfischen Aussöhnung übertrug er 1235 seine Eigentümer auf Kaiser Friedrich II. Im Gegenzug wurde aus den übertragenen Gütern sowie weiteren großen Reichsgebieten das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg gegründet und Otto damit belehnt.

Bereits 1269 wurde das Herzogtum jedoch in einzelne Fürstentümer geteilt

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. Im südlichen Teil des Herzogtums entstand zunächst das Fürstentum Braunschweig mit Besitzungen rund um Braunschweig, Wolfenbüttel, Einbeck und Göttingen. Im nördlichen Teil des Herzogtums entstand das Fürstentum Lüneburg mit Besitzungen im Raum Lüneburg. Beide Fürstentümer bildeten aber weiterhin das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, welches damit reichsrechtlich ungeteilt fortbestand. Kennzeichen des Fortbestehens war auch, dass alle Fürsten und männlichen Prinzen der verschiedenen Linien den Titel „Herzog zu Braunschweig und Lüneburg“ führten. In der weiteren Geschichte kam es innerhalb des Herzogtums und seiner Teilfürstentümer noch zu mehreren Teilungen, aus denen 1291 auch das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel hervorging. Dieses blieb weitgehend unverändert bestehen und wurde zum Vorgängerstaat des Herzogtums Braunschweig. Die anderen Fürstentümer schlossen sich schrittweise wieder zusammen, bis 1692 das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg entstand, bekannter als Kurfürstentum Hannover.

Zerschlagen wurden alle diese Fürstentümer durch die napoleonischen Kriegszüge gegen Preußen und den anschließenden Frieden von Tilsit. Per Dekret gründete Napoléon Bonaparte das Königreich Westphalen, dem unter anderem die verschiedenen Braunschweiger und Hannoveraner Besitzungen untergeordnet wurden. Erst nach der Niederlage des napoleonischen Frankreich wurde auf dem Wiener Kongress diese Aufteilung rückgängig gemacht. So wurde am 8. Juni 1815 zunächst der Deutsche Bund als Nachfolgeorganisation des Heiligen Römischen Reiches gegründet. Mitgliedstaaten waren unter anderen das Königreich Hannover und das Herzogtum Braunschweig.

1813 wurde Herzog Friedrich Wilhelm restituiert. Nach dem Wiener Kongress wurde das Herzogtum Braunschweig 1814 in den alten Grenzen des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel errichtet. Während des Kongresses gab es noch Anstrengungen von braunschweigischer Seite, Teile des einstigen Fürstbistums Hildesheim dem braunschweigischen Territorium anzugliedern. Über diese Gebiete herrschten die Wolfenbütteler Herzöge bereits im 16. und 17. Jahrhundert, und ein solcher Zugewinn hätte die territoriale Zersplitterung des Staatsgebietes beenden können. Dem standen aber die Interessen Preußens und vor allem Hannovers entgegen. Das gesamte Hildesheimer Gebiet kam schließlich zum Königreich Hannover.

Nach dem Tod Friedrich Wilhelms folgte ihm 1815 der elfjährige Karl II. als Herzog von Braunschweig. Bis zu Karls Volljährigkeit 1823 übte allerdings sein Onkel, Georg IV. von Großbritannien und Hannover die Regentschaft aus. Im Jahr 1830 herrschten im Lande Braunschweig nach einer Missernte Arbeitslosigkeit, Hunger und große Unzufriedenheit. Karl II

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. hatte die Bevölkerung seit längerem schon durch seinen ungeschickten Regierungsstil und sein absolutistisches Gehabe gegen sich aufgebracht, was in einen Volksaufstand mündete: Der oben erwähnte „Graue Hof“ wurde 1830 von Kleinbürgern, Handwerkern und Arbeitern gestürmt und eingeäschert, Karl II. blieb nur die Flucht in die Schweiz – im Gepäck Kunstwerke von unschätzbarem Wert. In Braunschweig konnten Recht und Ordnung derweil nur durch die von Ratsherr Wilhelm Bode gegründete Bürgerwehr aufrechterhalten werden. Herzog Karl II. wurde in Abwesenheit für regierungsunfähig erklärt.

Die Regentschaft wurde seinem jüngeren Bruder Wilhelm (dem zunächst letzten Mitglied der Welfischen Linie) übertragen. Am 12. Oktober 1832 wurde die Neue Landschaftsordnung erlassen, eine erbmonarchistische repräsentative Staatsverfassung mit einer Kammer und einem festen Etat des regierenden Fürsten von 230.900 Talern. Unter diesem unverheiratet regierenden Herrscher durchlebte Braunschweig eine Neutralitätsphase als kleiner Staat, der weder mit Österreich noch mit Preußen verbündet war. Das Land bildete mit Hannover 1834 als Zollunion den Steuerverein, schloss sich aber schon 1841 dem Deutschen Zollverein an. Mit der Reichsgründung 1871 wurde das Herzogtum ein Bundesstaat des Deutschen Kaiserreichs.

Karte des Herzogtums Braunschweig von 1839

Herzog Wilhelm

Kleines Wappen des Herzogtums

Brunonia auf einer Gedenkmedaille von 1861

Nach dem Tod Wilhelms, der keinen legitimen Erben hinterließ, übernahm zunächst der Vorsitzende des Regentschaftsrates Hermann Graf von Görtz-Wrisberg die Regierungsgeschäfte, bis nach einem Bundesratsbeschluss am 2. November 1885 auf Bestreben Preußens nicht ein Welfe aus dem Haus Hannover (Ernst August, Duke of Cumberland war eigentlich dafür ausersehen gewesen), sondern Prinz Albrecht von Preußen als Regent eingesetzt wurde.

Nach dem Tod Albrechts im Jahr 1906 übernahm erneut der Präsident des Regentschaftsrates, Albert von Otto, die Regierungsgeschäfte. Am 5. Juni 1907 erhielt Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg nach entsprechendem Bundesratsbeschluss die braunschweigische Regentschaft zugesprochen. Die Regentschaft endete, als am 1. November 1913 das letzte braunschweigische Herzogspaar, Ernst August und seine Gemahlin Viktoria Luise, in die Stadt einzog.

Inzwischen war es – ausgelöst durch die Hochzeit am 24. Mai 1913 zwischen Viktoria Luise, der Tochter Kaiser Wilhelms II., und Prinz Ernst August von Hannover – zur Aussöhnung zwischen Welfen und Hohenzollern gekommen. So bestieg mit Herzog Ernst August am 1. November 1913 noch einmal ein Welfe den braunschweigischen Thron. Ernst August dankte 1918 am Ende des Ersten Weltkrieges in der Novemberrevolution ab, womit das Herzogtum Braunschweig endete. Zunächst entstand eine „sozialistische Republik“. Am 6. Januar 1922 erhielt Braunschweig dann als Freistaat Braunschweig eine neue demokratische Verfassung.

Das Herzogtum Braunschweig wurde auf Beschluss des Wiener Kongresses in den alten Grenzen des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel und des Fürstentums Blankenburg errichtet.

Es bestand aus mehreren, nicht zusammenhängenden Teilen: das Gebiet zwischen Aller und Harz mit Braunschweig, das Gebiet zwischen Harz und Weser mit Holzminden, Blankenburg am Harz mit seiner Umgebung, das Amt Calvörde (umgeben von der Provinz Sachsen), das Amt Thedinghausen zwischen Bremen und Verden gelegen, der Flecken Bodenburg mit dem Dorf Oestrum (Amt Gandersheim), das nördlich von Goslar gelegene Dorf Ostharingen (Amt Lutter am Barenberge) sowie das südlich von Peine gelegene und zum Amt Vechelde gehörende Dorf Oelsburg.

Das Herzogtum bestand ab 1. Januar 1833 aus den folgenden Kreisen:

Alle sechs Kreisdirektoren bildeten gemeinsam eine Landesdirektion, an deren Beratungen die Vorstände der Magistrate von Braunschweig und Wolfenbüttel teilnahmen. Die beiden Städte nahmen also eine Sonderrolle ein. Der Landesdirektion Braunschweig fiel zudem eine herausragende Stellung zu, da sie alle nicht eindeutig zuzuordnenden Akten der Vorgängerorganisationen aufnahm und die „Secretariats-, Registratur- und Kanzlei-Geschäfte der Landesdirections“ übernahm.

Die Regenten des Herzogtums Braunschweig:

Das Herzogtum zählte

Österreich

Bayern • Hannover • Preußen • Sachsen • Württemberg

Hessen (Kassel)

Baden • Hessen (Darmstadt) • Luxemburg • Mecklenburg-Schwerin • Mecklenburg-Strelitz • Oldenburg • Sachsen-Weimar-Eisenach

Anhalt (ab 1863) • Anhalt-Bernburg (bis 1863) • Anhalt-Dessau (bis 1863) • Anhalt-Köthen (bis 1847) Holstein • Lauenburg • Limburg (1839-1866) • Nassau • Sachsen-Altenburg (ab 1826) • Sachsen-Coburg-Saalfeld – ab 1826 als Sachsen-Coburg-Gotha • Sachsen-Gotha-Altenburg (bis 1826) • Sachsen-Hildburghausen (bis 1826) • Sachsen-Meiningen • Herzogtum Braunschweig

Hessen-Homburg (1817-1866) • Hohenzollern-Hechingen (bis 1850) • Hohenzollern-Sigmaringen (bis 1850) • Liechtenstein • Lippe • Reuß älterer Linie • Reuß jüngerer Linie (ab 1848) • Reuß-Ebersdorf (bis 1824) • Reuß-Lobenstein (bis 1824) • Reuß-Lobenstein und Ebersdorf (1824–1848) • Reuß-Schleiz (bis 1848) • Schaumburg-Lippe • Schwarzburg-Rudolstadt • Schwarzburg-Sondershausen • Waldeck-Pyrmont

Bremen • Frankfurt am Main • Hamburg • Lübeck

Preußen (ab 1834) (mit den zugehörigen Gebieten: Anhalt-Bernburg (1834–1863), Anhalt-Dessau (1834–1863), Anhalt-Köthen (1834–1847), Anhalt (ab 1863), Waldeck (ab 1834), Lippe (ab 1841), Lauenburg (1865–1876), Schleswig-Holstein (ab 1867)) | Hessen-Darmstadt (ab 1834) | Hessen-Kassel (1834–1866) | Hessen-Homburg (1835–1866) | Bayern (ab 1834) | Württemberg (ab 1834) (mit den zugehörigen Gebieten: Hohenzollern-Hechingen (1834–1850), Hohenzollern-Sigmaringen) (1834–1850) | Sachsen (ab 1834) | Zoll- und Handelsverein der Thüringischen Staaten (ab 1834) (mit den zugehörigen Gebieten: Sachsen-Weimar-Eisenach (ab 1834), Sachsen-Altenburg (ab 1834), Sachsen-Meiningen (ab 1834), Sachsen-Coburg und Gotha (ab 1834), Schwarzburg-Rudolstadt (ab 1834), Schwarzburg-Sondershausen (ab 1834), Reuß-Greiz (ab 1834), Reuß jüngerer Linie (ab 1848), Reuß-Schleiz (1834–1848), Reuß-Lobenstein und Ebersdorf (1834–1848)) | Baden (ab 1835) | Nassau (1835–1866) | Frankfurt (1836–1866) | Braunschweig (ab 1841) | Luxemburg (ab 1842) | Hannover (1854–1866) (mit den zugehörigen Gebieten: Schaumburg-Lippe (ab 1854)) | Oldenburg (ab 1854) | Hamburg (ab 1888) | Bremen (ab 1888) | Lübeck (ab 1868) | Elsaß-Lothringen (ab 1871) | Mecklenburg-Strelitz (ab 1867) | Mecklenburg-Schwerin (ab 1867)

Preußen in Personalunion mit Lauenburg • Sachsen

Hessen (nur Provinz Oberhessen nördlich des Mains)• Mecklenburg-Schwerin • Mecklenburg-Strelitz • Oldenburg • Sachsen-Weimar-Eisenach

Anhalt• Braunschweig• Sachsen-Meiningen • Sachsen-Altenburg • Sachsen-Coburg und Gotha

Lippe• Reuß älterer Linie • Reuß jüngerer Linie • Schaumburg-Lippe • Schwarzburg-Rudolstadt • Schwarzburg-Sondershausen • Waldeck-Pyrmont

Bremen• Hamburg• Lübeck

Bayern • Preußen • Sachsen • Württemberg

Baden • Hessen-Darmstadt • Mecklenburg-Schwerin • Mecklenburg-Strelitz • Oldenburg • Sachsen-Weimar-Eisenach

Anhalt • Braunschweig • Sachsen-Altenburg • Sachsen-Coburg und Gotha • Sachsen-Meiningen

Lippe • Reuß älterer Linie • Reuß jüngerer Linie • Schaumburg-Lippe • Schwarzburg-Rudolstadt • Schwarzburg-Sondershausen • Waldeck-Pyrmont

Bremen • Hamburg • Lübeck

Elsaß-Lothringen

Soziale Nachhaltigkeit

Soziale Nachhaltigkeit ist eine Teildisziplin der Nachhaltigkeitsforschung und behandelt ganz allgemein die sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit. Sie existiert im Drei-Säulen-Modell neben der ökonomischen und ökologischen Ebene.

In neueren Texten wird unter sozialer Nachhaltigkeit in den allermeisten Fällen das Verbot verstanden, in der Gegenwart irreversible Veränderungen an der Welt vorzunehmen, die von zukünftigen Generationen nicht gewollt werden könnten. In diesem Sinne wird oft auch von intergenerationeller Verteilungsgerechtigkeit (Generationengerechtigkeit) gesprochen. Dieses Verständnis von sozialer Nachhaltigkeit geht vor allem auf den Brundtland-Bericht zurück. Neben dem Aspekt der Sicherung der Grundbedürfnisse und der Armutsbekämpfung, durch gerechten Zugang zu Chancen und Verteilung von Ressourcen -sowohl binnengesellschaftlich, also auch global (Ethik der inter- und intragenerativen Gerechtigkeit)-, bezieht die soziale Dimension dabei ausdrücklich die Frage der Geschlechterverhältnisse mit ein (vgl. S. Bauer 2008).

Insgesamt hat der Begriff noch keine vollkommen klaren Konturen und kann daher je nach Kontext auch unterschiedlich verstanden werden; insbesondere ältere Texte unterscheiden sich z.T erheblich in der Verwendung des Begriffes. Nach einem anderen Verständnis sozialer Nachhaltigkeit kann nur durch die Überwindung sozialer Probleme ein Gleichgewicht im ökologischen Bereich hergestellt werden. Eine wieder andere Perspektive kommt zunehmend aus dem wirtschaftlichen Sprachgebrauch, die den Begriff soziale Nachhaltigkeit verwendet, um dauerhafte Phänomene und Effekte in der Gesellschaft zu erklären, z.B.: „nachhaltige Schädigung des Verbrauchervertrauens“. Teilweise wird der Begriff soziale Nachhaltigkeit auch synonym für Corporate Social Responsibility verwendet.

Der Begriff ist in der Nachhaltigkeitsforschung der 80er-Jahre gewachsen

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, als man an Beispielen wie der Katastrophe von Tschernobyl oder globaler Erwärmung gemerkt hat, dass die Umweltprobleme oft eine internationale (oft sogar globale) Dimension haben und daher soziale Maßnahmen notwendig sind, um wirkungsvoll Umweltschutz betreiben zu können. Die frühen Ansätze sozialer Nachhaltigkeit beschäftigen sich daher vornehmlich mit der internationalen Institutionalisierung von Umweltschutz. Seitdem hat sich die soziale Nachhaltigkeitsforschung zunehmend von der ökologischen Herkunft emanzipiert und hat mittlerweile nicht-ökologische Ansätze insbesondere zu den Themen Armut

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, Partizipation und Entwicklung entwickelt.

Unter dieser Dimension werden zwei Herangehensweisen an den Begriff verstanden: In der anthropozentrischen Perspektive wird soziale Nachhaltigkeit als notwendig für die Aufrechterhaltung der menschlichen Lebensgrundlage verstanden, während in der biozentrischen (auch ökozentrischen) Perspektive soziale Nachhaltigkeit nur dazu dient, die Natur zu erhalten. Bei der ökozentrischen Herangehensweise wird der Natur deshalb oft ein Eigenwert zugeschrieben, während bei der anthropozentrischen Perspektive die Natur nur Mittel zur Sicherung der menschlichen Existenz ist.

Die Effizienzstrategie zielt auf eine Überwindung der sozialen Probleme ab, das heißt, durch technologische Effizienzsteigerung sollen Veränderungen herbeigeführt werden. Die Suffizienzstrategie fordert dagegen eine Veränderung der Lebensstile.

Vertreter des Laissez-faire vertrauen darauf, dass die Eigendynamik des Marktes die Probleme selbständig lösen wird, während andere Positionen moderate bis starke Eingriffe von staatlicher Seite bzw. individuelle Verhaltensänderungen fordern, um die Probleme in den Griff zu bekommen

Eriq La Salle

Eriq Ki La Salle (* 23. Juli 1962 in Hartford, Connecticut) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Schriftsteller.

Eriq La Salle wuchs mit drei Geschwistern auf. Er studierte zwei Jahre an der Juilliard School, bevor er 1984 an der New York University Schauspiel studierte. Danach hatte er Rollen in Low-Budget-Filmen und am Theater

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. 1985 spielte er in der US-Dramaserie One Life to Live den Reporter Mike Rivers.

Bekannt wurde er zunächst durch seine Nebenrolle in der Komödie Der Prinz aus Zamunda mit Eddie Murphy von 1988. 1991 zog er nach Los Angeles, Kalifornien, wo er Gastrollen in Fernsehfilmen und Fernsehserien hatte, unter anderem in L.A. Law – Staranwälte, Tricks, Prozesse und Zurück in die Vergangenheit (Quantum Leap). 1994 spielte er im Pilotfilm zur Dramaserie Emergency Room – Die Notaufnahme die Rolle des Chirurgen Dr. Peter Benton. Das Konzept überzeugte, sodass daraus eine langjährig erfolgreiche Fernsehserie entwickelt wurde. Bis zur 8. Staffel (2001/02) war La Salle einer der Hauptakteure der Serie. Am Serienende (2009) kehrte er für einige Gastauftritte zurück.

Neben der Schauspielerei ist La Salle seit 1996 auch als Regisseur tätig, so bei der Fernsehserie Twilight Zone für die Episode Memphis (2003), für die er auch das Drehbuch schrieb. Sein Langfilm-Regiedebüt gab er 1996 mit dem Fernsehfilm Rebound: The Legend of Earl ‚The Goat‘ Manigault. Kurz zuvor inszenierte er den Kurzfilm Psalms from the Underground. 2002 drehte er mit Crazy as Hell einen weiteren Spielfilm, produzierte diesen und übernahm auch die Hauptrolle

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. Seither ist er als Regisseur bei verschiedenen Fernsehserien tätig.

2002 war er als Produzent an dem Film The Salton Sea beteiligt.

2012 veröffentlichte Eriq LaSalle sein erstes Buch Laws of Depravity. 2014 folgte Law of Wrath.

Von 1994 bis 1999 war er mit seiner früheren Verlobten, der Unternehmensberaterin Angela Johnson, zusammen. Die Beziehung endete ein Jahr später endgültig mit dem rechtlichen Streit um ein Feriendomizil, das LaSalle finanziert hatte, aber unter Angela Johnsons Namen lief

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La Salle betreibt in seiner Freizeit Fitnesstraining und spielt Pool-Billard.

Ruprecht (Zeitung)

Die unabhängige Studentenzeitung ruprecht zählt mit 10.000 Exemplaren zu den auflagenstärksten ihrer Art in Deutschland. Das Blatt erscheint sechs Mal im Jahr und wird kostenlos vor den Mensen der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg verteilt und in zahlreichen Instituten ausgelegt.

Seit 1987 erscheint der ruprecht

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, der sich bis 1991 noch Schlagloch nannte, ohne Unterbrechung. Der thematische Schwerpunkt liegt in der lokalen Hochschulpolitik. Die lokale Berichterstattung aus Heidelberg, Themen des studentischen Lebens, Kultur, Berichte über wissenschaftliche Projekte der Heidelberger Hochschulen und eine Satireseite vervollständigen das Inhaltsspektrum.

Als unabhängige Studentenzeitung fühlt sich der ruprecht keiner Gruppierung oder Weltanschauung verpflichtet. Um die thematische und journalistische Unabhängigkeit zu gewährleisten, finanziert sich das Blatt ausschließlich über Anzeigen. Die Zeitung erscheint im so genannten Berliner Format und hat einen Umfang von 12 bis 16 Seiten. Seit der Juni-Ausgabe 2006 erscheint der ruprecht in Farbe. Bis Mai 2013 beschrieb der ruprecht sich selbst im Untertitel stets gender-neutral als „Heidelberger Student(innen)zeitung“ oder später „Heidelberger Studierendenzeitung“. Die Umbenennung in „Studentenzeitung“, die im Mai 2013 im Zuge eines Layout-Relaunches der Print- und Onlineausgabe erfolgte, wurde von vielen Lesern kritisiert

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Der ruprecht entsteht vollständig durch ehrenamtliches Engagement von Studenten unterschiedlichster Fachrichtungen und verzichtet bis heute auf einen Chefredakteur. Die redaktionellen Aufgaben, angefangen beim Schreiben der Artikel über das Layouten, Fotografieren und Akquise der Werbekunden bis hin zum Verteilen und Verschicken der Zeitung werden von den Redakteuren selbständig organisiert und umgesetzt.

Lange Zeit wurde die Zeitung in einer Heidelberger Wohngemeinschaft produziert, seit den 1990er Jahren entsteht der ruprecht allerdings unter dem Dach der Heidelberger Fachschaftskonferenz (FSK). Durch seinen Status eines „unabhängigen Arbeitskreises“ dürfen die Mitarbeiter des ruprecht dort ein Redaktionsbüro und die vorhandene Infrastruktur nutzen.

Neben der Zeitung produziert die Redaktion jeweils zu Semesterbeginn Sonderausgaben für Erstsemester, während der Sommermonate leiten ruprecht-Redakteure die Zeitung des Internationalen Ferienkurses der Universität Heidelberg Spektakel, die zusammen mit Austauschstudenten erstellt wird und ein Online-Magazin. Von 1997 bis 2013 pflegte die ruprecht-Redaktion außerdem die größte Internet-Datenbank aktiver Studentenzeitungen im deutschsprachigen Raum.

Seit 2002 fungiert der weitgehend aus Redaktionsmitgliedern bestehende Verein ruprecht e. V. als Herausgeber. Im selben Jahr gründeten ehemalige Redakteure der Zeitung den Verein zur Förderung des studentischen Medien-Nachwuchses im Rhein-Neckar-Delta doppelkeks. Der Verein veranstaltet im Jahr mehrere journalistische Fortbildungen, die Medienwerkstätten, und informiert in seinem monatlichen Newsletter über journalistische Ausbildungsmöglichkeiten und Informationen zum Berufsstart in den Medien.

2007 gewann der ruprecht den Campus-Presse Award. An dem Wettbewerb nahmen 43 studentische Publikationen teil. Der jährlich ausgetragene Wettbewerb der Initiative „Pro Campus Presse“ prämiert die besten Studentenzeitungen im deutschsprachigen Raum. Die Jury lobte die Zeitung für ihre „gelungene Vielfalt an journalistischen Darstellungsformen, ihre hohe Textqualität und durchdachte Blattstruktur“. 2006 belegte der ruprecht den zweiten Platz (33 Teilnehmer). 2005 (57), 2009 (41), 2013 und 2014 (je rund 30) platzierte sich die Zeitung unter den Rängen vier bis zehn.

Schulpflicht reisender Kinder (Deutschland)

Auch Kinder beruflich Reisender unterliegen der Schulpflicht. Diese umfasst sowohl die Pflicht zum Besuch der allgemein bildenden Schulen als auch der Berufsschulen. Beruflich Reisende wurden früher als fahrendes Volk bezeichnet, heute hat sich der Begriff der beruflich Reisenden, nicht nur in Deutschland, etabliert. Er umfasst nicht nur die Angehörigen von Zirkus- und Schaustellerbetrieben, sondern alle Berufsgruppen, die im Zuge ihrer Erwerbstätigkeit auf das Reisen angewiesen sind.

Als beruflich Reisende bezeichnet man Personen, die ihren Lebensunterhalt an unterschiedlichen Orten (dies kann regional, überregional, national oder sogar europaweit sein) verdienen (mobiler Verkauf von Dienstleistungen und Waren). Nicht nur ständige Einrichtungen wie Märkte, Kirmesveranstaltungen, Zirkusveranstaltungen u. a. werden von beruflich Reisenden aufgesucht und als Gewerbeplattform genutzt, sondern auch Unternehmen mit festem Sitz werden regelmäßig von beruflich Reisenden kontaktiert (vgl. Vertreter, Handelsreisende, Pharmareferenten etc.). In Bezug auf beruflich Reisende – meist – ohne festen Wohnsitz, im Gegensatz zur eben beschriebenen Berufsgruppe, kann zwischen den folgenden Gruppen unterschieden werden:

Seit dem Mittelalter existieren Gruppen von Menschen, die als Unterhaltungskünstler unterwegs sind. Sie gehörten meist der Unterschicht an oder standen außerhalb der Strukturen der sesshaften Gesellschaft. Ihr Ziel war es, durch die Unterhaltung und Belustigung von Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Dabei wurde zwischen Komödianten und Gauklern unterschieden.

Komödianten zählen zu den Vorläufern einer modernen Theatertruppe. Sie zogen durch die Lande und unterhielten ihr Publikum, indem sie – meist selbst erdachte – Geschichten zur Aufführung brachten, die den Besucher belustigen sollten. Diese sogenannten Komödien sind Dramen mit erheiterndem Handlungsablauf, die in der Regel glücklich enden. Die unterhaltsame Grundstimmung entsteht durch eine übertriebene Darstellung menschlicher Schwächen, die neben der Belustigung des Publikums auch kritische Zwecke haben kann. Die Zuschauer fühlen sich zu den Figuren auf der Bühne entweder hingezogen, weil sie sich in ihnen wiedererkennen, oder aber sie blicken auf sie herab und verlachen sie, weil sie Schwächen haben, die es zu vermeiden gilt, oder weil sie einer niederen Gesellschaftsschicht angehören. Schwankt diese Haltung gegenüber den komischen Figuren, spricht man von einer Tragikomödie.

Gaukler hingegen sahen ihre Darbietung weniger in der Aufführung eines Theaterstückes als vielmehr in der Darstellung ihrer Kunst.

Puppenspieler decken einen Teilbereich der oben beschriebenen Reisenden ab, indem sie von Ort zu Ort ziehen, um dort ihre Bühne in angemieteten größeren Räumlichkeiten aufzubauen und eine Kindergeschichte darzubieten.

In Stunt-Shows werden in besonderen Darbietungen gewagte bis gefährliche Kunststücke zum Besten zu gegeben (Stunt kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „besonders geschicktes oder gewagtes Kunststück“), um damit Publikum anzulocken und zu begeistern. Diese Veranstaltungen finden oft auf Parkplätzen größerer Einkaufszentren statt.

Gehören zur reisenden Familie auch schulpflichtige Kinder, die unterwegs, also an den Standorten, an denen sich die Familie für kurze Zeit niedergelassen hat, zur Schule gehen müssen, ergibt sich daraus eine Situation, die im Folgenden näher beschrieben werden soll.

In vielen deutschen Bundesländern existieren Schulen, die Kinder aus Familien beruflich Reisender aufnehmen. Diese Schulen, die turnusmäßig wiederkehrende Schüler beschulen, werden in Nordrhein-Westfalen Stammschulen genannt. Meist handelt es sich dabei um die Schule, die sich in der Nähe des Standortes befindet, zu dem die Familie immer wieder zurückkehrt, sei es, weil sie dort ein Gebäude / eine Wohnung unterhält oder Familienmitglieder dort einen Wohnsitz haben. Diese Schule führt das reisende Kind in seinen Akten und ist für die pädagogische Begleitung auf der Reise sowie für die Zeugnisse und Versetzung / Nichtversetzung verantwortlich. Eine gewisse Zahl reisender Kinder verfügt über eine Stammschule, andere Kinder beruflich Reisender kommen im Laufe ihrer Schulzeit nicht wieder zu der Schule zurück, in die sie eingeschult wurden und gehören somit keiner Stammschule an.

Schulen, die Kinder beruflich Reisender während der Reisesaison aufnehmen, heißen in Nordrhein-Westfalen Stützpunktschulen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Beschulung reisender Kinder für wenige Tage, meist im Rahmen der stattfindenden Kirmes, des Volksfestes oder einer Zirkusvorstellung. Die Stützpunktschule sollte sich dabei auf die Unterlagen, die das reisende Kind mit sich führt, beziehen (besonders im pädagogischen Sinne – vgl. Schultagebuch) und dem Schulkind ermöglichen, am eigenen, individuellen Lernplan zu arbeiten. Stützpunktschulen werden häufig in regelmäßigen Abständen von reisenden Kindern besucht, da sie in unmittelbarer Nähe der Wohnwagenstellplätze der Reisenden liegen.

Eine Alternative zum ständigen Wechsel der Schule ist die Beschulung in einer mitreisenden Schule. Beruflich Reisende stehen immer vor der Entscheidung, welches die beste Form der Beschulung ihres Kindes darstellt. Dabei haben sie die Alternative zwischen der Beschulung auf der Reise, der Beschulung in einem Internat oder der ständigen Beschulung in ein und derselben Schule in der Nähe eines festen Standortes. Dieser Standort wird dann entweder täglich für die Beschulung angefahren, oder das Kind lebt dauerhaft bei Verwandten oder in einer Pflegefamilie. Bei den mitreisenden Schulen gibt es unterschiedliche Konzepte, die im Folgenden erläutert werden sollen.

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat im Jahre 1994 die Gründung einer Schule zur Beschulung von Kindern aus Zirkussen beschlossen. Somit können seit 1994 Kinder, deren Eltern in Nordrhein-Westfalen beruflich im Rahmen ihrer Tätigkeit im Zirkus unterwegs sind, ihre Kinder an der Schule für Circuskinder anmelden. Bei der Betreuung durch diese Form der mitreisenden Schule entstehen bei den Schülern keine Defizite durch den ständigen Schulwechsel, sie haben einen festen Ansprechpartner während ihrer gesamten Schullaufbahn und haben die Möglichkeit, alle Schulabschlüsse entsprechend ihrer Fähigkeiten zu erwerben.

Diese mitreisende Schule ist erst vor kurzem gegründet worden. Sie knüpft an das Modell der Schule für Circuskinder an und beschult seit 2010 unter der Leitung des Evangelischen Vereins für Innere Mission in Nassau (EVIM) Kinder beruflich Reisender. Das Hessische Kultusministerium vertraute EVIM die Aufgabe an, diese Schulform in Hessen aufzubauen und zu betreiben. Im Gegensatz zur Schule für Circuskinder in NRW werden von der hessischen Schule für Reisende alle Kinder von in Hessen beruflich Reisender beschult.

In den Niederlanden existiert schon seit über 50 Jahren eine Schule für Kinder beruflich Reisender. Hier werden die Schüler während der Reisesaison in mobilen Klassenräumen von Lehrkräften der Rijdende School unterrichtet. Das Schuljahr ist eingeteilt in eine verpflichtende Anzahl von Tagen, an denen eine Schule besucht werden muss, und Tagen

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, an denen unterrichtsfrei ist. Dieses kann von der jeweiligen Familie je nach Reiseverhalten flexibel gehandhabt werden. Diese Schulform steht allen Kindern beruflich Reisender bis zu einem Alter von 12 Jahren (entspricht dem Besuch der 6. Klasse) offen. Danach können Kinder von Reisenden nur noch beratend betreut werden und müssen eine stationäre Schule besuchen.

Einige große Unternehmen, hauptsächlich im Bereich der Zirkusse, beschäftigen auf privater Basis Lehrer, die den Zirkus während der Reisesaison begleiten und die dort lebenden Kinder unterrichten. In diesem Falle können Reisewege flexibel gestaltet werden und die Schüler sind nicht auf den Besuch immer wechselnder Schulen angewiesen.

Beruflich Reisende haben selbstverständlich die Möglichkeit, bei Vorliegen der Eingangsvoraussetzungen eine Berufsausbildung nach ihrer Wahl durchzuführen. Für den Beruf des Schaustellers gibt es allerdings kein Ausbildungsberufsbild, so dass Jugendliche, die ohne weitere Ausbildung in ihrem Familienbetrieb oder in einem eigenen Geschäft arbeiten wollen, die Berufsschule als Schüler ohne Ausbildungsverhältnis besuchen müssen. In einem Schulversuch werden in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Schleswig-Holstein Berufsschullehrgänge, die aus den EU-Projekten BeKoSch und eLVET hervorgegangen sind, angeboten.

Um Kindern auf der Reise helfen zu können, sind im Laufe der Jahrzehnte unterschiedliche Unterstützungssysteme entwickelt worden, von denen eine Auswahl hier vorgestellt werden soll.

In einigen Bundesländern Deutschlands unterstützen Bereichslehrer den Schulbesuch reisender Kinder und beraten deren Eltern. Sie helfen bei der Suche nach geeigneten Schulen auf der Reise, melden das Kind dort an, helfen bei den Hausaufgaben oder unterstützen durch gezielten Förderunterricht

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. Sie führen bei Bedarf Gespräche mit Lehrkräften, helfen bei Schulproblemen oder geben Tipps für die Schullaufbahn. Diese Aufgaben variieren je nach Bundesland und Zeitkontingent der einzelnen Lehrkraft. Gemeinsames Ziel aller ist jedoch immer die Unterstützung der vom ständigen Schulwechsel betroffenen Kinder.

Einen wichtigen Stellenwert nimmt seit einigen Jahren das Lernen auf elektronischem Wege ein. Hier existieren mittlerweile unterschiedliche Systeme, die Schulkindern Unterstützung beim Erlernen von Schulstoff bieten können. Schulen wie die Schule für Circuskinder oder die Stichting Rijdende School helfen ihren Schülern durch speziell zugeschnittene Formen des online-Lernens. Andere Plattformen wie LARS können als ergänzendes Schulangebot (e-learning ersetzt nie den Schulbesuch) genutzt werden.

Als Ergebnis zweier EU-Projekte „Entwicklung beruflicher Kompetenzen für Schausteller durch blockweisen Unterricht“ (kurz BeKoSch) und e-learning for the vocational education of travellers/ e-Learning für die beruflich Bildung beruflich Reisender (kurz eLVET) haben Schüler, die der Berufsschulpflicht unterliegen, die Möglichkeit, für ihren Beruf adäquate Inhalte zu erlernen. Die Besonderheit dieses Berufsschulangebotes liegt in der Form des Unterrichts, der als Block- bzw. Fernunterricht angeboten wird. Durch die Kombination von Blockunterricht in den Zeiten eingeschränkter Reisetätigkeit und Fernunterricht, der in dem EU-Projekt eLVET entwickelt wurde, kann in zwei Jahren die Berufsschulpflicht erfüllt werden, was dem Reiseverhalten von Zirkus- und Schaustellerfamilien entgegenkommt.

Ein weiterer Baustein zur Unterstützung des Schulbesuchs auf der Reise ist das Schultagebuch. Die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder hat in den letzten Jahren stetig an einem einheitlichen Dokumentationssystem für die Schullaufbahn reisender Kinder gearbeitet und ein Schultagebuch für reisende Kinder für die bundesweite Verwendung genehmigt. Es kann von Eltern über die Bereichslehrkräfte bezogen werden, wobei Eltern verpflichtet sind, ein Schultagebuch für ihr Kind zu führen und bei jedem Besuch einer Schule dort vorzulegen.

Zusätzlich zum Schultagebuch gibt es eine von der KMK verabschiedete Handreichung „Leben und Lernen auf der Reise“. Sie dient vor allem Lehrkräften an Stamm- und Stützpunktschulen zur Information und sollte sowohl in der Schule, die reisende Kinder betreut, als auch im Schultagebuch zu finden sein. Auch Eltern können dieser Handreichung wichtige Informationen entnehmen. Ein dritter Bereich des Schultagebuches betrifft die vom Schulausschuss der KMK verabschiedete Fassung der Lernbausteine. Sie geben verbindliche Unterrichtsinhalte an und werden in einem Zeitraum von fünf Jahren erprobt und anschließend evaluiert.

Das Schultagebuch begleitet das Kind während der gesamten Schulzeit, es hilft den Lehrern auf der Reise, das zutreffende Unterrichtsangebot bereitzustellen und ermöglicht den Eltern

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, den Lehrern der Stützpunktschulen sowie den Bereichslehrkräften einen Überblick über den Lernfortschritt des Kindes. Es verbleibt am Ende der Schulzeit beim Schüler.

Das Leben auf der Reise unterliegt ständigen Veränderungsprozessen. Strukturen in Städten und Kreisen verändern sich, die Lebensgewohnheiten der Bevölkerung sind durch Neuerungen ständigen Umbrüchen unterworfen und auch das Reiseverhalten von beruflich Reisenden gestaltet sich immer unterschiedlicher. Um diesem stetigen Wandel gerecht zu werden, wurden in den letzten Jahren immer wieder Projekte ins Leben gerufen, die den veränderten Bedingungen Rechnung tragen sollen.

EVIS untersucht über einen Zeitraum von zwei Jahren sowohl auf niederländischer als auch auf deutscher Seite die Wirksamkeit von Schulbegleitsystemen für reisende Kinder. Das Projekt wurde im Rahmen von COMENIUS der Europäischen Kommission in der erstmals aufgelegten Aktion Comenius-Regio im Jahr 2009 gestartet. Im Zuge des Projektes sollen Innovationsansätze ermittelt und erprobt werden, um für Kinder von beruflich Reisenden bessere schulische Bedingungen zu schaffen.

Für die Bezirksregierung Arnsberg ist die Stichting Rijdende School aus den Niederlanden ein idealer Projektpartner mit langer Tradition und Erfahrung in der Betreuung von Schausteller- und Zirkuskindern. Insbesondere bietet der konsequente Einsatz von IT und mobilen Lehrkräften Anregungen für die weitere Entwicklung des deutschen Schulbegleitsystems für reisende Kinder.

Das Projekt wurde am 31. Juli 2011 erfolgreich abgeschlossen. Ergebnisse und Produkte sind über den Einzelnachweis einsehbar.

Noch in der Zukunft liegt das Projekt einer deutschlandweiten Schule für reisende Kinder. Sie würde alle Kinder von beruflich Reisenden aufnehmen und die Möglichkeit des Schulbesuchs auf der Reise anbieten. Kinder von Reisenden wären damit nicht mehr gezwungen, die Schulen zu wechseln oder getrennt von ihren Eltern zu leben, um eine kontinuierliche Schullaufbahn zu haben.

Schüler würden durch Schulwagen auf jeder größeren Veranstaltung betreut, hätten einen festen Ansprechpartner zu allen Fragen des Schulbesuchs und hätten sicherlich im Zuge der sich wandelnden Gesellschaft bessere Bedingungen und Chancen, ihren Wunschberuf und damit die Sicherung ihres Lebensunterhaltes auszuüben.

Am 5. August 2011 wurde dieses Projekt im Rahmen des EU-Programms „Lebenslanges Lernen, Aktion Leonardo da Vinci Innovationstransfer“ bewilligt. Projektstart war der 1. Oktober 2011. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre. Das Projekt nutzt im Wesentlichen die Ergebnisse und Erkenntnisse der Vorgängerprojekte BeKoSch und eLVET.

ETT EDU macht die vielfältigen Fähigkeiten, die Schausteller innerhalb des Familienverbundes erwerben, transparent und ergänzt diese durch neue tätigkeitsrelevante Qualifikationen in einem Konzept des lebenslangen Lernens. Innerhalb des Projekts soll dieses nachhaltige Lernsystem zur beruflichen Bildung und Weiterbildung transferiert und weiter entwickelt werden.

Zielgruppe des Projekts sind Jugendliche aus Schausteller- und Zirkusfamilien aus den beteiligten Ländern Deutschland, Niederlande, Frankreich und dem Vereinigten Königreich.

Koordiniert wird ETT EDU durch das Berufskolleg Herne. Die Zusammensetzung des Partnerkreises, in dem die ausführenden Bildungseinrichtungen mit politisch verantwortlichen Institutionen, mit wissenschaftlichen Akteuren und insbesondere mit den in Bezug auf die Zielgruppe der Schausteller überaus relevanten Verbänden zusammengebracht werden konnten, gewährleistet die Projekt-Nachhaltigkeit.

Als nachhaltiges Ergebnis des Projektes wird von der Partnerschaft eine Europäische Berufsbeschreibung für den Beruf des Schaustellers nach dem EQF/EQR angestrebt.

Bundesärztekammer

Die Bundesärztekammer (BÄK), voller Name Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern), ist die Spitzenorganisation der ärztlichen Selbstverwaltung.

Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern ist keine Kammer oder sonstige Körperschaft des öffentlichen Rechts, sondern ein nicht eingetragener Verein ohne eigene Rechtsfähigkeit. Sie vertritt die berufspolitischen Interessen der rund 420.000 Ärzte in Deutschland. Sitz der Bundesärztekammer ist Berlin (im Ortsteil Charlottenburg).

Bundesärztekammer ist ein anderer Name für die im Oktober 1947 gegründete Arbeitsgemeinschaft der Westdeutschen Ärztekammern. Von 1948 bis 1949 war Carl Oelemann Präsident der Arbeitsgemeinschaft, ihm folgten Hans Neuffer bis 1959, Ernst Fromm bis 1973, Hans Joachim Sewering bis 1978, Karsten Vilmar bis 1999, Jörg-Dietrich Hoppe (bis 2011), Frank Ulrich Montgomery (seit 2011).

Der Gründung vorausgegangen war 1946 ein erster lockerer Zusammenschluss der Vorsitzenden der Ärztekammern der amerikanischen, französischen und englischen Besatzungszonen. Auf Initiative von Carl Oelemann, dem späteren ersten Präsidenten, war in diesem Gremium am 2. November 1946, gut ein Jahr vor der Gründung der Arbeitsgemeinschaft, der Beschluss gefasst worden, eine eigene Kommission zur Beobachtung des Nürnberger Ärzteprozesses zu entsenden. Dank der Arbeit dieser Kommission konnte 1947 eine Dokumentation aus Sicht der Ärzteschaft publiziert werden, die 1947 als Zwischenbericht verabschiedet worden war und 1949 als Abschlussbericht mit dem Titel Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Medizinische und Eugenische Irrwege unter Diktatur, Bürokratie und Krieg erschien, mit Alexander Mitscherlich und Fred Mielke als Herausgebern. Margarete Mitscherlich-Nielsen zitiert in einem Beitrag von 1999 aus den Ärztlichen Mitteilungen von 1950, wo Hans Neuffer in seinem Artikel zum Weltärztebund die Auffassung vertrat, dass mit der Aufnahme der deutschen Ärzteschaft auf der Grundlage dieser Dokumentation ein „endgültiger Schlußstrich unter die Vergangenheit der letzten Jahre“ gezogen werden könne. 1960 erschien Medizin ohne Menschlichkeit erstmals in einer Taschenbuchausgabe, nachdem die Ausgabe von 1949 bis auf einige hundert Exemplare aus dem Verkehr gezogen worden war und gut 10.000 Exemplare anscheinend nicht wie vorgesehen durch die Arbeitsgemeinschaft der Westdeutschen Ärztekammern an ihre Mitglieder verteilt worden waren. Für die Ausgabe von 1960 hatte die Bundesärztekammer zwar auf Anfrage von Mitscherlich ihr Vorwort aus der Ausgabe von 1949 freigegeben, Mitscherlich verzichtete aber darauf, weil er diese Stellungnahme von 1949 „im Hinblick auf eine Aufarbeitung als unzureichend empfand“. In seinem Vorwort zum Nachdruck 1977 resümiert Mitscherlich die Publikationsabsicht rückblickend auf die Situation 30 Jahre zuvor: „Damals stand in Frage, ob es gelingen würde, den Ärzteprozeß auf die Ebene individueller Kriminalakte herabzudrücken. Wir haben das Unsere dazu getan, solchen vereinfachenden Auffassungen entgegenzuwirken.“

Seit 1955 führt sie die Bezeichnung „Bundesärztekammer“, zunächst noch mit dem Zusatz „(Arbeitsgemeinschaft der Westdeutschen Ärztekammern)“, nach 1990, in der Folge der Wiedervereinigung, wurde die Bezeichnung in „Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Ärztekammern)“ geändert.

Als Vereinigung der 17 deutschen Ärztekammern (diese hingegen sind gesetzliche errichtete Körperschaften des öffentlichen Rechts) wirkt die Bundesärztekammer am gesundheitspolitischen Meinungsbildungsprozess der Gesellschaft mit. Die Bundesärztekammer unterstützt die Arbeit der Ärztekammern und nimmt dabei mittelbar auch gesetzliche Aufgaben wahr. Unmittelbare gesetzliche Aufgaben der Bundesärztekammer sind unter anderem Qualitätssicherung sowie die Transplantationsgesetzgebung.

Die Kammergesetze der Bundesländer verpflichten die Angehörigen der so genannten verkammerten Berufe zur Mitgliedschaft in ihren regionalen Apotheker-, Zahnärzte- oder Ärztekammern. Der einzelne Arzt gehört somit der Bundesärztekammer lediglich mittelbar über die Pflichtmitgliedschaft in seiner Ärztekammer an. Der einmal jährlich stattfindende Deutsche Ärztetag ist die Hauptversammlung der Bundesärztekammer.

Die Bundesärztekammer ist mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Herausgeber des Deutschen Ärzteblatts. Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unterhält die Bundesärztekammer das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ).

Von 1959 bis 1973 amtierte Ernst Fromm als Präsident, anschließend bis 1977 Hans Joachim Sewering. Bis 1999 besetzte Karsten Vilmar den Posten, ihm folgte Jörg-Dietrich Hoppe. Seit dem 2. Juni 2011 ist Frank Ulrich Montgomery Präsident der Bundesärztekammer.

Eines der Gremien der Bundesärztekammer ist ihr Wissenschaftlicher Beirat. Dieser setzt sich aus fast 40 Wissenschaftlern aus allen Fachbereichen der Medizin zusammen. Seine Aufgaben sind die Beratung bei medizinisch-wissenschaftlichen Fragen, die bei der Vorbereitung und Durchführung von Gesetzen im Bereich des Gesundheitswesens und der ärztlichen Berufsausübung auftreten; die Erarbeitung von Leit- bzw. Richtlinien zu diagnostischen und therapeutischen Verfahren und Methoden unter Berücksichtigung von ethischen Aspekten.

Im Transplantationsgesetz ist der Wissenschaftliche Beirat als normative Einrichtung genannt.

1951 wurde der Verband unter dem damaligen Namen Arbeitsgemeinschaft der Westdeutschen Ärztekammern in den Weltärztebund aufgenommen.

Seit 2011 ist die Bundesärztekammer Mitglied bei der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD).

Bundesärztekammer
Landesärztekammer Baden-Württemberg | Bayerische Landesärztekammer | Ärztekammer Berlin | Landesärztekammer Brandenburg | Ärztekammer Bremen | Ärztekammer Hamburg | Landesärztekammer Hessen&nbsp

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;| Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern | Ärztekammer Niedersachsen | Ärztekammer Nordrhein | Landesärztekammer Rheinland-Pfalz | Ärztekammer des Saarlandes | Sächsische Landesärztekammer | Ärztekammer Sachsen-Anhalt | Ärztekammer Schleswig-Holstein | Landesärztekammer Thüringen | Ärztekammer Westfalen-Lippe

Koordinaten:

Olympische Sommerspiele 1968/Teilnehmer (Fidschi)

An den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt nahm Fidschi mit dem Speerwerfer William Liga teil. Dieser belegte den 25. Platz in der Qualifikation.

Ägypten • Äthiopien • Algerien • Congo Kinshasa • Elfenbeinküste • Ghana • Guinea • Kamerun • Kenia • Libyen • Madagaskar • Mali • Marokko • Niger • Nigeria • Sambia • Senegal • Sierra Leone • Tansania • Tunesien • Tschad • Uganda • Zentralafrikanische Republik

Argentinien&nbsp

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;• Amerikanische Jungferninseln • Bahamas • Barbados • Bolivien • Brasilien • Britisch Honduras • Chile • Costa Rica • Dominikanische Republik • Ecuador • El Salvador • Guatemala • Guyana • Honduras • Jamaika • Kanada • Kolumbien • Kuba • Mexiko • Nicaragua • Niederländische Antillen • Panama • Paraguay • Peru • Puerto Rico • Suriname • Trinidad und Tobago • Uruguay • Venezuela • Vereinigte Staaten

Afghanistan • Birma • Ceylon • Hongkong • Indien • Indonesien • Irak • Iran • Israel&nbsp

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;• Japan • Kuwait • Libanon • Malaysia • Mongolei • Pakistan • Philippinen • Republik China • Südkorea • Syrien • Thailand • Vietnam

Belgien • Bulgarien • Dänemark • BR Deutschland • DDR • Finnland • Frankreich • Griechenland • Irland • Island • Italien • Jugoslawien • Liechtenstein • Luxemburg • Malta • Monaco • Niederlande • Norwegen • Österreich • Polen • Portugal • Rumänien • San Marino • Schweden • Schweiz • Tschechoslowakei • Türkei • Ungarn • Vereinigtes Königreich

Australien • Fidschi • Neuseeland

1956 • 1960 • 1964 • 1968 • 1972 • 1976 • 1980 • 1984 • 1988 • 1992 • 1996 • 2000 • 2004 • 2008 • 2012 • 2016

1988 • 1992 • 1994 • 1998 • 2002 • 2006 • 2010 • 2014

2010 • 2014

bisher keine Teilnahme

Henry B. Cowles

Henry Booth Cowles (* 18. März 1798 in Hartford, Connecticut; † 17 mcm taschen sale. Mai 1873 in New York City) war ein US-amerikanischer Jurist und Politiker. Zwischen 1829 und 1831 vertrat er den Bundesstaat New York im US-Repräsentantenhaus.

Henry Booth Cowles wurde Ende des 18

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. Jahrhunderts in Hartford geboren. Seine Familie zog 1809 in das Dutchess County. Er graduierte 1816 am Union College in Schenectady. Cowles studierte Jura und begann nach dem Erhalt seiner Zulassung als Anwalt im Putnam County zu praktizieren. Zwischen 1826 und 1828 saß er in der New York State Assembly. Politisch gehörte Cowles der Anti-Jacksonian-Fraktion an. Bei den Kongresswahlen des Jahres 1828 wurde er im vierten Wahlbezirk von New York in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 4. März 1829 die Nachfolge von Aaron Ward antrat mcm taschen sale. Er schied nach dem 3. März 1831 aus dem Kongress aus. 1834 zog er nach New York City, wo er bis zu seinem Tod am 17. Mai 1873 als Anwalt tätig war. Sein Leichnam wurde auf dem Friedhof in Rhinebeck beigesetzt.

Diesseits (Gemeinde St. Martin)

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Diesseits ist ein Ort im Innviertel in Oberösterreich, und Hauptort (Marktort), Ortschaft und Katastralgemeinde der Gemeinde St. Martin im Innkreis im Bezirk Ried im Innkreis.

Der Ort liegt auf um die 372 m ü. A. im Antiesental, ca. 10 km nördlich der Bezirksstadt Ried im Innkreis, als ursprüngliches Straßendorf, heute Haufendorf an der Hausruck Straße (B143, ehemalige Hausruck-Bundesstraße), die hier die Antiesen entlangverläuft.

Die Ortschaft umfasst etwa 280 Gebäude (Stand 2012) mit um die 900 Einwohnern. Zusammen mit Jenseits bildet Diesseits den eigentlichen Ort Sankt Martin, der sich um Schloss Arco-Zinneberg (Schloss St. Martin) gruppiert. Zu Diesseits gehören alle Häuser zwischen dem Senftenbach im Norden und Kraftwerk im Süden, einschließlich der Häuser am Bahnhof und den Häusern unterhalb St. Ulrich Richtung Karchham.

Der Ortsname Diesseits ist wörtlich, die Katastralgemeinde St. Martin im Innkreis Diesseits umfasst alle Gemeindeteile, die – vom Schloss aus betrachtet – diesseits der Antiesen liegen (die anderen Gemeindeteile liegen „jenseits“)

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. Dazu gehören auch die Ortschaften der Rotten Breitenaich gleich an der Bundesstraße nordwärts Richtung Ort im Innkreis anschließend, die zur Gemeinde gehörigen Anteile von Hofing (Rest Gemeinde Aurolzmünster) südwärts Richtung Ried, und Sindhöring nordwestlich und Karchham westlich an den linken Hängen des Antiesentals.

(beide KG, Gem. Reichersberg)
Sindhöring

(beide Gem. Senftenbach)

Forchtenau (KG, Gem. Aurolzmünster)

(beide Gem. Utzenaich)

1084 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von St. Martin als Lehen des Hochstiftes Passau

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. Um 1150 ist es Ainwicus de sancti Martino ‚Dorf von Hl. Martin‘ genannt. Die Herren von Schwent scheinen 1166 als Lehnsträger von St. Martin auf. Der Ort hieß früher schlicht St. Martin diesseits, und war die Hofmark des Schlosses, in der Ausdehnung der heutigen Katastralgemeinde. Jenseits ist nicht früh beurkundet. Heute ist der Ortsname hauptsächlich als Adresse bekannt, den Ort selbst nennt man allgemein Sankt Martin.

In Diesseits sind die meisten wichtigeren Adressen der Gemeinde zu finden:

Schloss – Portaltrakt

Schloss –Wirtschaftstrakt

Martinskirche

Pfarrhof

Volksschule

Friedhof mit Urnenkapelle

Katastralgemeinden: St. Martin im Innkreis Diesseits | St. Martin im Innkreis Jenseits

Ortschaften: Breitenaich | Diesseits | Hofing | Hötzlarn | Jenseits | Karchham | Koblstadt | Sindhöring

Marktort: Diesseits | Dorf: Jenseits | Rotten: Breitenaich • Hofing • Karchham • Sindhöring | Zerstreute Häuser: Hötzlarn • Koblstadt | Sonstige Ortslagen: Schloss Arco-Zinneberg

Zählsprengel: St.Martin im Innkreis

Abri IX

Das Abri IX liegt am Bettenroder Berg bei Reinhausen, in der Gemeinde Gleichen, unweit von Göttingen.

Es wurde zwischen 1988 und 1990 umfassend archäologisch untersucht. Das Abri IX nimmt zum einen durch seine intensive menschliche Nutzung, zum anderen durch die gemachten chronologischen und naturhistorischen Beobachtungen eine Sonderrolle unter den altsteinzeitlichen Fundplätzen Deutschlands ein.

Das Abri selbst ist etwa 11,5 m breit und etwa 3 m tief, die Höhe beträgt ca. 6,5 m. Der Innenraum hat etwa 30 m² Fläche. Insgesamt erbrachte die Grabung etwa 8.000 Steingeräte und knapp 20.000 Tierknochen. Es konnten mehrere Nutzungshorizonte zwischen Mittelpaläolithikum und Spätmesolithikum nachgewiesen werden.

Wie die Höhlen, so gehören auch die Abris zu den Orten, die seit der mittleren Altsteinzeit immer wieder von Menschen aufgesucht wurden. Hinzu kommen die außergewöhnlich guten archäologischen Bedingungen unter den Abris. Knochen erhalten sich häufig durch den hohen Kalkgehalt der abwitternden Gesteinsbrocken auch in kalkarmen Böden hervorragend. Zudem findet sich unter vielen niedersächsischen Abris eine genau datierbare Ablagerung von Flugasche (Tephra). Diese Asche stammt vom „Laacher-See-Vulkanausbruch“.

Bereits um das Jahr 1900 gab es im Leinetal bei Göttingen eine Reihe von Zufallsfunden von Tierknochen und Steingeräten, die offensichtlich mit nahegelegenen Abris in Verbindung standen. 1935 gab es eine erste Ausgrabung unter einem Abri im Klustal durch Dr. H. Krüger vom Städtischen Museum Göttingen. In den Jahren 1966 und 1970 wurden die bisher bekannten Fundstellen und Objekte durch Sickenberg und Raddatz publiziert, wobei auch erstmals auf eine Abri-Problematik und möglichen zukünftigen Forschungsschwerpunkt hingewiesen wurde. Ab 1979 entwickelte sich unter Leitung von Klaus Grote von der Kreisdenkmalpflege Göttingen ein fächerübergreifendes Forschungsprojekt zu den Abris im Leinetal. Bis 1992 wurden so rund 1500 Abris erfasst, davon konnten bisher über Sondagen und Probegrabungen 103 positiv archäologisch belegt werden. Besonders in der regionalen Forschungsgeschichte konnte durch das gesamte Projekt zur Abriforschung eine bestehende Lücke geschlossen werden.

Am Bettenröder Berg gelang es erstmals, unter einem Buntsandsteinabri eine mittelpaläolithische Begehung nachzuweisen. Dies ist insofern besonders, als dass die Entstehung der Abris aufgrund ihrer geologischen Kurzlebigkeit zumeist ins letzte Glazial datiert wird. Damit könnte im Leinebergland theoretisch zumindest mit dem Vorhandensein weiterer Altabris zu rechnen sein.

In der Fundschicht lagen elf geschlagene Artefakte aus Kieselschiefer. Das Material stammte wohl aus Flussschottern des westlichen Harzvorland oder der Oberweser. Der westliche Teil des Abri barg einige Knochen vom Wildpferd. Eine zugehörige Herd- oder Feuerstelle konnte nicht gefunden werden. Über Vergleiche des Inventars mit dem der nordhessischen Fundplätzen Buhlen und Fritzlar wird diese Besiedlungsphase ins altweichselzeitliche Micoquien datiert.

Nach einer etwas längeren Periode der Nichtbegehung findet sich ein wohl am ehesten ins Magdalenien IV-V zu datierender jungpaläolithischer Fundhorizont. In dieser Phase wurde der Innenraum auf einer Fläche von etwa 4 m2 mit ortsfremden Sandsteinplatten ausgelegt. Die Platten sind zwischen 6 und 30 cm groß und stammen wohl aus dem nahegelegenen Wendebach. Sie wurden dem anstehenden Buntsandstein wohl vorgezogen, weil sie nicht mehr aussandeten, sondern durch den Aufenthalt im Wasser kernhart waren. Die Platten wurden wohl als Sitzgelegenheiten, Arbeitsunterlagen und Kochplatten benutzt. Dies legt auch eine Reihe von Kratzspuren auf den Steinen nahe, die wohl am ehesten als Arbeitsspuren angesprochen werden müssen.

Als Jagdbeute dienten wohl vor allem Ren, Wildrind, Wildschwein, Hase und in größerer Anzahl Schneehühner. Rund 7 % der Knochen zeigten die Einwirkung von Feuer, was auf das Kochen der Nahrung hindeutet. Darüber hinaus weist die Anhäufung von Knochenfunden die Herdstelle zusätzlich als zentralen Bezugsort aus. Das Abri wurde wohl im Jungpaläolithikum noch mindestens weitere zwei Male aufgesucht. Allerdings handelte es sich wohl nur um kurzzeitige Begehungen, die keine größeren Fundansammlungen zurückließen.

Direkt unterhalb des Laacher Tuffs findet sich eine spätpaläolithische Begehungsphase. Der Innenraum wird erneut zumindest teilweise mit einem Steinpflaster versehen. Diesmal dominiert allerdings Gesteinsbruch vom Berg selbst. Auch hier findet sich eine Feuerstelle.

Das Jagdwild orientiert sich mit Rothirsch, Wildschwein und Reh eher an waldgebundene Arten. Einige wenige verkohlte Haselnussschalen können als mögliche Beweise von Sammeltätigkeiten gedeutet werden. An diesem veränderten Nahrungsangebot zeigt sich sehr deutlich der ablaufende Klimawechsel. Unter den Steinartefakten dominiert nun nordischer Flint mit 41 Stücken. Zwei dieser Artefakte lassen sich eindeutig als Federmesser ansprechen, womit eine Begehung durch die Federmessergruppe wahrscheinlich wird.

Bereits die erste Begehungsphase über dem Laacher Tuff enthält ein deutlich mesolithisches Inventar. Über die gefundenen Schalen der damaligen Schneckenfauna lässt sich diese erste Begehung noch ins Präboreal datieren.

Im folgenden Boreal wurde das Abri in kürzeren Abständen häufiger aufgesucht. Innerhalb der daraus resultierenden Schichtenpackung findet sich eine ganze Reihe von Feuerstellen. Das Sammeln von Nüssen und Früchten wird nun wichtiger, zumindest finden sich größere Mengen verkohlter (unbestimmbarer) Fruchtreste und vor allem Haselnussschalen. Zu diesen Funden passt auch ein als Nussknacker gedeutetes Gerät, mit einer gepickten Mulde auf der Oberseite, offenbar ein Unterlegstein zum Aufschlagen der Schalen.

Oberhalb einer dünnen, fast fundfreien Schicht findet sich der ausgedehnteste mesolithische Wohnplatzhorizont. Neben den bereits genannten Nahrungsquellen finden sich hier auch Süßwassermuscheln, teils zu Schmuck verarbeitet

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. Es gibt erneut eine zentrale Herdstelle.

Die Besonderheit dieses Siedlungshorizontes sind aber die zwei Kinderbestattungen, die nahe der westlichen Rückwand entdeckt wurden. Es handelte sich um einen etwa anderthalb Jahre alten Jungen, und um ein etwa zweieinhalb bis drei Jahre altes Mädchen. Bei beiden handelte es sich um die zum Aufindungszeitpunkt einzigen gesicherten mesolithischen Bestattungen in Niedersachsen. Direkte AMS-Datierungen der Menschenreste konnten allerdings inzwischen einen eisenzeitlichen Zusammenhang der Kinderbestattungen nachweisen (Grab I: ca. 460 v.Chr.; Grab II: ca. 800 v mcm taschen sale.Chr.).

Aus dem Spätmesolithikum liegen noch einmal zwei Siedlungsphasen vor. Aus diesem Horizont liegt ein reichhaltiges Fundmaterial vor, das erneut vor allem Knochen und Steingeräte beinhaltet. Erstmals liegen auch frühe Zeugnisse eines langsamen Überganges zur neolithischen Wirtschaftsweise vor. Es fanden sich wenige verkohlte Getreidereste von Gerste und Emmer. Unter den Tierknochen gibt es Hinweise auf Ziege und Schaf.

Auch unter den Steingeräten finden sich ebenfalls auffällige Stücke, zwei klingenförmige Flintabschläge mit Sichelglanz, die in ihrer Form den altneolithisch Bandkeramischen „Erntemesser“ sehr nahestehen. Dies legt für diese spätmesolithischen Bewohner einen zumindest entfernten Kontakt zu einer frühen Bauernkultur nahe.

Koordinaten: